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Drohende Nullrunde: IG Metall bereitet Warnstreiks vor

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Ein Teilnehmer eines Aktionstags der IG Metall hat eine Flagge mit Logo der Gewerkschaft in der Hand. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Arbeitgeber der bayerischen Metall- und Elektroindustrie wollen die Tarifentgelte erst nächstes Jahr erhöhen - nach einer Nullrunde im laufenden Jahr. Die Verhandlungsführerin des Verbandes, Angelique Renkhoff-Mücke, sagte nach der dritten Verhandlungsrunde am Montag: »2021 gibt es keinen Verteilungsspielraum.« Der bayerische IG-Metall-Chef Johann Horn zeigte sich enttäuscht und sagte: »Die Vorbereitungen für Warnstreiks nach Ende der Friedenspflicht am 2. März laufen.«


Die dritte Tarifrunde für die 840.000 Beschäftigen der Branche in Bayern wurde ohne substanzielle Annäherung und ohne neuen Termin beendet. Die Gewerkschaft fordert vier Prozent mehr Geld für die 840.000 Beschäftigen der Branche in Bayern - wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit.

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Die Arbeitgeber bieten eine noch nicht bezifferte Einmalzahlung in der ersten Jahreshälfte 2022 und eine Tariferhöhung in der zweiten Jahreshälfte 2022. Obendrein fordern sie, dass Betriebe in der Krise bei bestimmten Kennzahlen automatisch vom Tarifvertrag abweichen können, ohne das mit der IG Metall im Einzelfall neu verhandeln zu müssen. Diesen Automatismus sehe die IG Metall »sehr, sehr, sehr kritisch«, sagte Horn.

Die IG Metall sei trotz Corona-Pandemie arbeitskampffähig, betonte er. Der Ball liege jetzt bei den Arbeitgebern: »Wenn sie einen guten Abschluss wollen, müssen sie sich bewegen.« Renkhoff-Mücke sagte, die Metallarbeitgeber seien jederzeit verhandlungsbereit. »Ich befürchte aber, dass wir nicht so schnell vorankommen.«

© dpa-infocom, dpa:210215-99-450688/2


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