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Dreijährige wegen zündelndem Bruder ums Leben gekommen

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Helmbrechts (dpa/lby) - Der Brand im vergangenen Herbst in Helmbrechts (Landkreis Hof), bei dem ein dreijähriges Mädchen starb, ist aller Wahrscheinlichkeit nach durch den zündelnden Bruder ausgelöst worden. Zu diesem Ergebnis komme ein Gutachten des Bayerischen Landeskriminalamtes, teilte die Polizei am Freitag mit.


Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass der Sechsjährige den Brand beim Spielen mit einem Feuerzeug verursachte. Die drei Kinder der Familie im Alter von 14, sechs und drei Jahren seien zum Zeitpunkt des Brandausbruchs alle zu Hause gewesen.

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Die beiden Jüngeren befanden sich den Ermittlungen zufolge zum Spielen auf dem Dachboden. Die Eltern waren nicht zu Hause. Eine technische Ursache und bauliche Mängel konnten zweifelsfrei als brandursächlich ausgeschlossen werden.

Bei dem Brand des Wohnhauses am 24. Oktober 2020 war das drei Jahre alte Mädchen zunächst als vermisst gemeldet worden. Nach Ende der Löscharbeiten fanden Einsatzkräfte die Dreijährige leblos im Obergeschoss. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.

Wie die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, starb das Mädchen an einer Rauchgasvergiftung. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Eltern wegen fahrlässiger Tötung aufgrund einer Verletzung der Aufsichtspflicht ein. Wegen der schwerwiegenden Folgen des Brandes mit Todesfolge sei mit Zustimmung des Amtsgerichts Hof aber von einer Strafe abgesehen worden.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-980422/3


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