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Deutsch-tschechische Projektarbeit geht trotz Corona weiter

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Prag (dpa) - Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien steht trotz Corona nicht still. Der gemeinsame Zukunftsfonds beider Länder hat am Mittwoch Fördermittel von mehr als 800 000 Euro für mehr als 100 Projekte gebilligt. Das teilte eine Sprecherin in Prag mit. Ein Vorhaben will zum Beispiel Jugendfreizeiteinrichtungen auf beiden Seiten der Grenze vernetzen. Ziel ist es, sich über die Auswirkungen der Corona-Pandemie und neue Formen der Jugendarbeit zu informieren.


Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf neuen digitalen Begegnungsformen. So startet das Jack-Steinberger-Gymnasium im bayerischen Bad Kissingen mit einer Schule in Teplice im Norden Tschechiens ein Online-Geschichtsprojekt. Andere Veranstalter setzen auf hybride Formate, die digitalen Austausch mit persönlichen Begegnungen verbinden. Auf diese Weise sollen sich Jugendliche aus Sachsen und Tschechien mit dem System der NS-Zwangsarbeit auseinandersetzen.

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Nicht zuletzt bleibt die Hoffnung bestehen, dass sich die Corona-Lage im Sommer beruhigt. So will die katholische Ackermann-Gemeinde im August ein deutsch-tschechisches Begegnungsfest auf dem Vyšehrad-Hügel in Prag abhalten. In Leipzig ist ein Fußballbegegnungsfest geplant, zu dem Anfang Juli sechs Mannschaften aus Tschechien erwartet werden.

Der deutsch-tschechische Zukunftsfonds wurde 1997 gegründet, um zur grenzüberschreitenden Verständigung beizutragen. Er wird von den Regierungen der Bundesrepublik und Tschechiens finanziert.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-44020/2

Mitteilung, auch auf Deutsch


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