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DB-Regionalzüge fahren nach Einschränkungen wieder normal

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Ein Zug fährt aus einem Tunnel
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Ein Zug der Deutschen Bahn fährt aus einem Tunnel. Im Hintergrund fährt ein anderer Zug. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild Foto: dpa

In Corona-Zeiten läuft fast nichts normal in Bayern, doch zumindest die Bahn hat ihren regulären Betrieb wieder aufgenommen. Noch nicht wieder im Normbereich ist die Zahl der Fahrgäste.


München (dpa/lby) - Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern fahren nach gut zwei Monaten coronabedingter Einschränkungen wieder nach regulärem Fahrplan. Das sagte der bayerische DB-Konzernbevollmächtigte Klaus-Dieter Josel am Montag in München. Seit Montag fährt auch die Münchner S-Bahn - das meist frequentierte Nahverkehrssystem in Bayern - wieder mit allen vorgesehenen Zügen. Schon vorher waren schrittweise Regionalzüge und die Nürnberger S-Bahn zu ihren Standardfahrplänen zurückgekehrt. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagte, der Staatsregierung sei sehr an der Normalisierung gelegen. »Ich bin sehr froh darüber.«

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Im März hatte die DB den regionalen Zugverkehr eingeschränkt. Abgesehen von den fehlenden Fahrgästen wollte das Staatsunternehmen Reserven haben, falls die Pandemie unter der Bahn-Belegschaft um sich gegriffen hätte.

Diese Befürchtungen sind nicht eingetreten. Noch nicht normalisiert haben sich allerdings die Fahrgastzahlen, auch wenn diese mittlerweile wieder steigen. Die Münchner S-Bahn wurde an normalen Werktagen vor Beginn der Corona-Epidemie von etwa 840 000 Menschen genutzt, das waren rund zwei Drittel der landesweit etwa 1,3 Millionen Fahrgäste pro Werktag im regionalen Nahverkehr.

Nachdem die Corona-Ausgangsbeschränkungen im März verkündet wurden, sanken die Zahlen auf ein Zehntel des Üblichen. Inzwischen liegen die Fahrgastzahlen der Münchner S-Bahn laut DB wieder bei 40 Prozent der Zahlen vor Beginn der Epidemie.

Dennoch gibt es Klagen von Fahrgästen, die sich zu den Hauptverkehrszeiten unwohl in den Zügen fühlen und monieren, dass ihnen andere Menschen zu nahe kommen.

Bahn und Staatsregierung bemühen sich, diese Bedenken zu entkräften. Alle Züge werden dreimal am Tag gereinigt, inklusive von Türöffnern, Haltegriffen, und allen anderen Dingen, die die Fahrgäste berühren. »Wir legen gerade in Corona-Zeiten großen Wert auf die Reinigung der Kontaktflächen«, sagte Josel. Verkehrsministerin Schreyer appellierte an die Nutzer der Bahn, wie vorgeschrieben Mundschutz in den Zügen und auf den Bahnsteigen zu tragen: »Wenn alle eine Maske tragen, kann man bedenkenlos fahren.«


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