Corona-Pandemie drückt die Lebenserwartung in Bayern

Wiesbaden/München (dpa/lby) - Während der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in Bayern stärker zurückgegangen als in fast allen anderen westdeutschen Bundesländern. Wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Dienstag in Wiesbaden berichtete, sank die Lebenserwartung in Bayern bei Männern um 0,46 Jahre und bei Frauen um 0,24 Jahre. Somit haben laut dem Institut die Männer im Freistaat nun eine Lebenswartung von 79,28 Jahren und Frauen von 83,79 Jahren.


Der Rückgang beim Vergleich der Jahre 2019 und 2020 war nach den Angaben in Bayern fast doppelt so groß wie im Bundesdurchschnitt. Im Bereich der alten Bundesländer hatte nur der Stadtstaat Bremen noch schlechtere Werte. Bremen unterliege aufgrund der geringen Bevölkerungszahl aber generell höheren Schwankungen, erklärte das Institut.

In Ostdeutschland hatten Berlin, Brandenburg und Sachsen schlechtere Zahlen als Bayern. Besonders gut stand Schleswig-Holstein da, wo die Lebenserwartung trotz Corona sogar um jeweils 0,11 Jahre bei beiden Geschlechtern stieg.

Im internationalen Vergleich steht Deutschland laut der Erhebung des Instituts recht gut da. In manchen anderen Staaten wie Italien, Spanien, Polen oder die USA sank die Lebenserwartung bei Männern wie Frauen um mehr als ein Jahr.

© dpa-infocom, dpa:211012-99-569915/2

Mitteilung Bundesinstitut


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