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Chinesin überlebt Hunderte Meter tiefen Absturz über Echowand

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Die Lichter auf der rechten Bildseite stammen von dem Suchtrupp der Bergwacht. Dort, oberhalb der Echowand, war eine junge Frau aus China mehrere Hundert Meter abgestürzt. Der Einsatz am Samstag dauerte bis Mitternacht. (Foto: Leitner/BRK)

Berchtesgadener Land – Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzungen von zwei Polizeihubschraubern haben am Samstagabend einer jungen Chinesin das Leben gerettet. Die Frau war am Königssee-Westufer im Bereich der Echowand mehrere Hundert Meter durch einen steilen, mit bis zu 40 Meter hohen Wandstufen durchsetzen Graben abgestürzt. Dabei erlitt sie lebensgefährliche Verletzungen. Das war in den vergangenen Tagen nicht der einzige Einsatz für die Bergretter.


Die junge Frau konnte selbst noch kurz nach 18 Uhr einen Notruf absetzen, aber bei der Leitstelle Traunstein nicht genau sagen, wo sie losgegangen war, wo sie hinwollte und wo sie sich befindet. Daher mussten die Einsatzkräfte zunächst aufwendig nach ihr suchen.

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Mehrere Suchmannschaften der Bergwacht kontrollierten das Wegenetz entlang des Westufers zwischen Klingeralm, Herrenroint und Archenkanzel. Währenddessen suchte die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot vom See aus die Steilhänge ab. Die Besatzung des nachtflugtauglichen Polizeihubschraubers »Edelweiß 6« war zeitgleich mit Suchscheinwerfer und Wärmebild-Kamera in der Luft unterwegs. Gegen 19.40 Uhr fand dann eine Gruppe der Bergwacht eine Fußspur im Schnee, die im weglosen Hang an einer steilen Rinne endete. Die Einsatzkräfte, darunter auch der Bergwacht-Notarzt, seilten sich durch das Absturzgelände entlang des Grabens ab und trafen kurz nach 20 Uhr bei der Verunfallten ein.

Die Bergwacht versorgte die Chinesin notärztlich, wobei ein bodengebundener Abtransport gelände- und verletzungsbedingt nicht in Frage kam. Wegen Nebels konnten die zwei eingesetzten Hubschrauber nicht mehr landen und mussten auf die große Wiese an der in rund 1 030 Metern gelegenen Scharitzkehlalm ausweichen, wo die Bergwacht einen Zwischenlandeplatz eingerichtet hatte und Rettungswagen und Notarzt bereitstanden.

Die Besatzung eines Hubschraubers setzte mit der Winde einen Bergretter mit Ausrüstung bei der Frau ab. Die Einsatzkräfte sicherten sie im Luftrettungssack und flogen sie zur Scharitzkehl, und anschließend weiter in das Salzburger Unfallkrankenhaus. Die an der Unfallstelle verbliebenen Einsatzkräfte der Bergwacht mussten sich durch das steile Absturzgelände wieder einen Weg nach oben suchen und aufwendig aufsteigen. Der Einsatz dauerte bis Mitternacht.

Für die Berchtesgadener Bergretter ging damit ein langer und anstrengender Tag zu Ende, da viele seit den Morgenstunden an einer medizinischen Fortbildung im Bergwachthaus und am Jenner teilgenommen hatten und Pistendienst im Skigebiet geleistet hatten.

Darüber hinaus war die Bergwacht am Samstag und an den beiden Vortagen bei weiteren Unfällen am Dötzenkopf, am Toten Mann, auf der Reiter Alpe und am Jenner gefordert.

77-Jährige am Oberschenkel verletzt

Am Samstag gegen 16.45 Uhr mussten die Reichenhaller Bergwacht und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes ins nordöstliche Lattengebirge ausrücken. Eine 77-jährige Einheimische war an einer vereisten Stelle am Wappach-Ufer auf dem Weg zum Dötzenkopf ausgerutscht und hatte sich schwer am Oberschenkel verletzt. Die Bergwacht brachte sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Rückenschmerzen und Rodelunfall

Kurz nach 15 Uhr musste »Christoph 14« aufs Hochplateau der Reiter Alpe fliegen und einen Patienten mit Rückenschmerzen am Lenzenkaser versorgen und zum Klinikum Traunstein fliegen. Gleichzeitig hatte sich ein 46-jähriger Urlauber aus Hessen beim Rodeln am »Hirscheckblitz« am Toten Mann schwer an der Schulter verletzt. Das Reichenhaller Rote Kreuz musste den Mann notärztlich versorgen und dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall bringen.

Am selben Tag gegen 14 Uhr hatte sich am Jenner eine 54-jährige Frau aus Schleswig-Holstein den Unterarm gebrochen. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte die Urlauberin und brachte sie zur Talstation – von dort aus ging's mit dem Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Skiunfälle am Jenner und am Götschen

Kurz nach 13 Uhr hatte sich eine 48-jährige Einheimische bei einem Skiunfall am Jenner schwer am Brustkorb verletzt. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte die Frau und brachte sie ins Tal, von wo aus sie in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht wurde. Nahezu gleichzeitig stürzten im Skigebiet am Götschen eine 36-jährige Salzburgerin und ein 20-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen. Der Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes brachte sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Bereits am Freitagnachmittag gegen 14 Uhr stürzte eine Fußgängerin auf dem vereisten Weg zwischen Hinterbrand und Beckhaus und verletzte sich am Oberarm. Die Besatzung von »Christoph 14« flog sie zur Kreisklinik Bad Reichenhall. fb


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