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CDU-Vize Strobl für Laschet als Kanzlerkandidaten

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Thomas Strobl (CDU)
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Thomas Strobl (CDU), Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild Foto: dpa

Berlin (dpa) - Im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Union plädiert der CDU-Vizevorsitzende Thomas Strobl für Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet. »Die CDU in Deutschland möchte, dass unser Bundesvorsitzender Armin Laschet Kanzlerkandidat der Union wird und im Herbst auch Bundeskanzler«, sagte der baden-württembergische Innenminister und Landesparteichef der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« (Samstag). »Aus vielen Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, dass dies in der CDU Baden-Württemberg und in allen anderen CDU-Landesverbände genauso gesehen wird.«


Dass dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder in Umfragen eher die Kanzlerschaft zugetraut wird, sieht Strobl nicht als Gegenargument: »Die Union will nicht jetzt Umfragen gewinnen, sondern im Herbst die Bundestagswahl - dafür ist Armin Laschet als Mann der Mitte mit dem Blick nach vorne genau der Richtige.«

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Angesichts der schwierigen Lage der Union appellierte Strobl zudem an Laschet und Söder, die Führungsfrage schnell zu beantworten - »und dies nicht sehr viel später als Ostern«. Vereinbart hatten beide, sie zwischen Ostern und Pfingsten zu klären. Laschet hatte vor kurzem aber erklärt, dass die Entscheidung »sehr schnell nach Ostern« fallen könne. Söder beharrte jedoch auf der bisher genannten Zeitspanne.

Ein weiterer Parteivize, Norbert Röttgen, beschrieb die Lage der Union angesichts von Landtagswahldebakeln, Vertrauensverlust und Umfrageminus als äußerst schwierig, warnte aber vor Zeitdruck: »Was die Kanzlerkandidatur angeht, sollten wir nichts überstürzen. Mit Aktionismus gewinnen wir kein Vertrauen wieder«, sagte er der »Augsburger Allgemeinen« (Samstag).

Strobl sagte mit Blick auf sein Plädoyer: »Für die Südwest-CDU, die vor dem Bundesparteitag Friedrich Merz unterstützt hat und nun theoretisch aus Enttäuschung ins Nachbarbundesland Bayern blicken könnte, ist diese klare mehrheitliche Unterstützung für einen Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet nicht gänzlich selbstverständlich.« Die Partei brauche aber seine Integrationskraft, seine Fokussierung auf zentrale Themen, seinen Wirtschaftssachverstand und sein Talent, sich mit Fachleuten und Vertretern aller Parteiströmungen zu umgeben.

© dpa-infocom, dpa:210327-99-991909/3


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