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Busfahrer lässt Mutter mit Kind nicht aussteigen

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Nürnberg (dpa/lby) - Nach einem Streit hat ein Busfahrer in Nürnberg eine Mutter mit ihrem Kind nicht aussteigen lassen. Erst als sich ein Fahrgast einschaltete, der auch beim städtischen Nahverkehrsbetreiber VAG arbeitet, öffnete der Busfahrer für die Mutter und ihr Kind an der nächsten Haltestelle die Tür.


Inzwischen bedauere er sein Verhalten, sagte eine VAG-Sprecherin in Nürnberg auf Nachfrage. Das Unternehmen bestätigte den Vorfall. »Dem Fahrer tut es leid. Er würde sich gern entschuldigen.« Allerdings sei der VAG die Frau nicht bekannt, es liege bisher keine Beschwerde vor.

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Öffentlich geworden war der Vorfall von Anfang August durch einen Bericht der »Nürnberger Nachrichten« vom Donnerstag. Ein Leser, der selbst in dem Bus der Linie 61 saß, hatte darauf aufmerksam gemacht.

Zu dem Konflikt kam es demnach, weil der Fahrer mit dem Kind im Bus plötzlich losfuhr, während die Mutter noch auf der Straße stand. Er habe aber schon nach wenigen Metern wieder gestoppt, da er nur einem folgenden Bus Platz machen wollte. Der Fahrer und die Frau sollen sich daraufhin gegenseitig beleidigt haben.

Als die Mutter einige Haltestellen später aussteigen wollte, habe der Fahrer nicht die Tür geöffnet - obwohl die Mutter den Halteknopf gedrückt und zwei Mal darum gebeten habe. Daraufhin sei der ebenfalls im Bus mitfahrende VAG-Mitarbeiter eingeschritten und habe seinen Dienstausweis gezeigt. Beim nächsten Stopp konnten Mutter und Kind aussteigen.

Das Unternehmen stellte sich grundsätzlich hinter den Mitarbeiter, die Sprecherin zeigte aber auch Verständnis für die Situation der Frau. »Als Mutter befindet man sich in so einem Moment in einer Ausnahmesituation.« Immer wieder würden Busfahrer von Fahrgästen beschimpft, sagte die Sprecherin. Die Fahrer würden regelmäßig an Deeskalationstrainings teilnehmen.

Bericht auf nordbayern.de