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Brechtfestival erstmals nur im Internet

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Augsburg (dpa) - Wegen der Corona-Pandemie findet das Brechtfestival in diesem Jahr erstmals nur virtuell statt. Festivalleiter Jürgen Kuttner betonte bei der Vorstellung des Programms am Freitag, dass dies dem Theaterfest auch Chancen biete.


Das Festival könne nun nicht mehr wie bisher ausschließlich in Brechts Geburtsstadt Augsburg erlebt werden, sondern »überall in der Welt«. Dies könne eventuell auch ein Vorbild für künftige Brechtfeste sein.

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Für das vom 26. Februar bis 7. März dauernde Festival konnten Kuttner und der zweite künstlerische Leiter Tom Kühnel eine Reihe von prominenten Darstellern verpflichten. So ist Corinna Harfouch an zwei Tagen in dem Stück »Tagebuch einer Fabrikarbeiterin / Die Mutter« zu sehen. Das Schauspieler-Ehepaar Lina Beckmann und Charly Hübner wird sich mit dem Briefwechsel zwischen Bertolt Brecht und seiner Partnerin Helene Weigel beschäftigen.

Kuttner kündigte insgesamt etwa 25 Premieren an. Er erläuterte, dass trotz der Internet-Präsentation das Erlebnis eines Theaterbesuchs simuliert werden soll. Die aufgezeichneten Stücke würden deswegen auch nur während bestimmter Zeitfenster im Online-Stream gezeigt. Nach den Vorführungen gebe es Live-Schalten, in denen man sich wie in einem Foyer mit den Darsteller austauschen könne. Kuttner selbst wird tägliche Talkrunden aus dem Babylon-Kino in Berlin moderieren.

Das Brechtfestival findet normalerweise jedes Jahr an verschiedenen Orten in Augsburg statt. Brecht wurde 1898 in der schwäbischen Stadt geboren und später in Berlin zu einem weltbekannten Theaterautor, er starb 1956.

© dpa-infocom, dpa:210212-99-413774/2

Programm des Brechtfestivals


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