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Blow-ups nach Straßensanierungen in Bayern kein Thema mehr

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Hitzeschäden auf Autobahnen
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Wegen der großen Hitze ist eine Betonfahrbahn auf der Autobahn 5 am Ende einer Baustelle aufgebrochen. Foto: Rene Priebe/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Gefährliche Aufwölbungen auf den Straßen - sogenannte Blow-ups - sind auf Bayerns Autobahnen kein Thema mehr. Während in mehreren Bundesländern bei den heißen Temperaturen derzeit wegen der Hitzeschäden Tempolimits und Warnungen ausgesprochen wurden, bleiben die Autobahndirektionen Nord und Süd im Freistaat gelassen. »Wir haben mittlerweile alle gefährdeten Strecken entsprechend saniert. Das ist der zweite Sommer, in dem wir auf den Straßen in Südbayern keine Blow-ups mehr zu befürchten haben«, sagte ein Sprecher der Autobahndirektion Südbayern am Dienstag.


Blow-ups entstehen, wenn sich bei Hitze auf älteren Betonfahrbahnen einzelne Betonplatten aufwölben oder übereinander schieben. »Um diesen Effekt zu verhindern, haben wir nach und nach die betroffenen Autobahnen alle 400 Meter aufgeschnitten und eine sogenannte Dehnfuge eingefügt«, erklärte der Sprecher.

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Bearbeitet wurden dabei in Südbayern mehrere hundert Kilometer Autobahnstrecke - unter anderem Abschnitte der A3, der A92 und der A93. Im vergangenen Jahr hätten sich noch teilweise die Fugen leicht aufgewölbt, diese könnten aber innerhalb von 24 Stunden abgefräst werden.

Vor der Sanierung waren in Südbayern immer wieder Blow-up-Warnungen ausgesprochen worden. Im Jahr 2013 verunglückte ein Motorradfahrer sogar tödlich.

Im Bereich der Autobahndirektion Nord gab es dagegen noch nie derartige Hitzeschäden. »Wir haben auf unseren Straßen noch keine Probleme mit Blow-ups gehabt und unserer Einschätzung nach, wird das auch so bleiben«, sagte eine Sprecherin. Zur Sicherheit gebe es auf einem Streckenabschnitt der A7 nahe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg regelmäßige Kontrollen der Autobahnmeisterei.