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Bistum Würzburg verhängt vorsichtshalber Haushaltssperre

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Ein Blick auf den Eingang am Bischofshaus des Bistums Würzburg
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Ein Blick auf den Eingang am Bischofshaus des Bistums Würzburg. Foto: picture alliance / Daniel Karmann/dpa/Archivbild Foto: dpa

Würzburg (dpa/lby) - Das Bistum Würzburg hat wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen im Zuge der Corona-Krise vorsichtshalber eine Haushaltssperre verhängt. Das teilte die Diözese am Dienstag mit. »Ein deutlicher Einbruch der Kirchensteuereinnahmen ist zu erwarten«, sagte Haushaltsdirektor Sven Kunkel. »Deshalb sind neben den bereits getroffenen Reduzierungen - beispielsweise die Auszahlung von nur 80 Prozent der Sachkosten im Haushaltsjahr 2020 - weitere Einsparungen zwingend geboten.«


Die Haushaltssperre sei eine Vorsichtsmaßnahme. Das Bistum werde seinen vertraglichen Verpflichtungen sowohl in pastoralen wie auch in sozialen Belangen nachkommen. Gehälter von Mitarbeitern seien nicht betroffen - zumal viele caritative Einrichtungen in der Corona-Krise noch intensiver gefordert seien als zuvor. Die Caritas erhalte vom Bistum Zuschüsse in Höhe von 25 Millionen Euro. Auch sie müsse sparen, aber gleichzeitig auch ihre sozialen Dienste gewährleisten.

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Grundsätzlich sei es für die nächsten Jahre notwendig, aufgrund geringerer Erwartungen von Steuereinnahmen alle Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen, hieß es. Die geringer werdenden finanziellen Mittel müssten möglichst effektiv eingesetzt werden.

Das Bistum gibt nach eigenen Angaben rund zwölf Prozent seiner Mittel für caritative Ausgaben aus. 17 Prozent fließen in Bildung, der größte Teil geht mit über 50 Prozent in die Seelsorge.

Mitteilung Bistum Würzburg

Informationen zu den Finanzen des Bistums Würzburg


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