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Bischof: Corona macht Fastenzeit zu ganz besonderer Zeit

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Würzburger Bischof Jung
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Der Würzburger Bischof Franz Jung bei einer Veranstaltung. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Foto: dpa

Würzburg/Aschaffenburg (dpa/lby) - Die Corona-Krise wird viele Menschen nach Einschätzung des Würzburger Bischofs Franz Jung zum Nachdenken anregen. »Unabhängig davon, ob die Menschen zur Kirche finden oder nicht, ist eines sicher: Die Krise wird die Fragen nach Glaube, Gebet, Gott neu aufwerfen«, sagte Jung dem in Aschaffenburg erscheinenden »Main-Echo« (Samstag). Sie werde die jetzige Fastenzeit zu einer ganz besonderen Zeit machen. »In diesen heiligen 40 Tagen bis Ostern - in dem Wort »Quarantäne« steckt ja auch die Zahl 40 - können wir heuer nochmals ganz neu darüber nachdenken, auf was wir verzichten können und müssen«, sagte der Bischof.


»Wir merken jetzt noch mehr, was im Leben wirklich zählt«, so Jung. Jetzt sehe man, wie sehr die Glaubensgemeinschaft trage und funktioniere, wie es um die Solidarität stehe und wie sich kreative Ideen entwickelten, um Mitmenschen zu helfen. »Schließlich müssen wir alle lernen, dass globale Verantwortung notwendig ist: Eine Krise in einem fernen Land ist sehr schnell auch unsere Krise«, sagte der Bischof weiter. »Es ist notwendig, global zu denken und global zu handeln. Als Kirche sind wir hier ganz gut aufgestellt.«

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