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Betrüger bringen Sparkassenkunden um 1,1 Millionen Euro

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Eine Laptop-Tastatur
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Eine Hand fährt über die Tastatur eines Laptops. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild Foto: dpa

Bamberg (dpa/lby) - Vier mutmaßliche Online-Betrüger hat die Zentralstelle Cybercrime Bayern beim Landgericht Bamberg angeklagt. Die Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren sollen von Mittätern Online-Banking-Zugangsdaten von Sparkassenkunden erhalten und so illegal Überweisungen in Gesamthöhe von rund 1,1 Millionen Euro veranlasst haben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg vom Montag, bei der die Zentralstelle Cybercrime angesiedelt ist, lockten die bisher unbekannten Mittäter die Kunden mit sogenannten Phishing-Mails auf Internetseiten, die denen der Sparkasse täuschend ähnlich sahen. Unter einem Vorwand brachten die Betrüger die Sparer dazu, ihre Zugangsdaten zum Online-Banking preiszugeben.


Von den erbeuteten 1,1 Millionen Euro konnten die betroffenen Sparkassen demnach etwa 270 000 Euro durch einen sogenannten Recall zurückholen. Vom übrigen Betrag sollen die unbekannten Mittäter zwei Drittel, die vier Beschuldigten ein Drittel bekommen haben.

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Die Anklage lautet auf gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrug. Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe. Einer der vier Beschuldigten, die alle aus dem Raum Chemnitz stammen, hat laut Generalstaatsanwaltschaft ein Geständnis abgelegt. Die anderen hätten bisher keine Angaben zur Sache gemacht. Alle vier sitzen seit Ende November 2018 in Untersuchungshaft.

Die Zentralstelle Cybercrime warnt insbesondere Bankkunden vor immer professioneller aussehenden Phishing-Mails. Kunden sollten nie auf darin enthaltene Links klicken, sondern ihre Online-Banking-Seite immer durch Eingabe in die Adresszeile des Browsers aufrufen. Auch sollten sie die Seite nur über gesicherte Verbindungen aufrufen, die bei den meisten Browsern durch ein Vorhängeschloss dargestellt sind.