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Beschäftigung von Behinderten im öffentlichen Dienst sinkt

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München (dpa/lby) - Seit dem Jahr 2011 hat sich die Quote der Menschen mit Behinderung im öffentlichen Dienst in Bayern kontinuierlich verschlechtert - auf zuletzt 5,56 Prozent. Die aktuellsten Daten für das Jahr 2019 gehen aus einem Bericht des Finanzministeriums hervor, der am Dienstag im Landtag vorgestellt wurde. Demnach lebten am Stichtag 31. Dezember 1,174 Millionen schwerbehinderte Menschen im Freistaat, ein Anteil an der Gesamtbevölkerung von fast neun Prozent.


Die Landtags-SPD beklagte, dass der Anteil der Menschen mit Behinderung im öffentlichen Dienst nicht höher sei. »Dies wäre natürlich im Sinne einer voranschreitenden Inklusion wünschenswert - die Staatsregierung sollte hier also mit gutem Beispiel vorangehen«, sagte der Sprecher für Fragen des öffentlichen Dienstes, Arif Tasdelen. Er kritisierte besonders, dass mit dem Wissenschafts- und dem Kultusministerium zwei Ministerien deutlich unter der gesetzlichen Pflichtquote von fünf Prozent lägen.

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»Allein das Kultusministerium müsste über 1000 Menschen mit Behinderung einstellen, um in seinem Bereich die mindestens fünf Prozent zu erfüllen«, kritisierten auch die Landtags-Grünen. Nötig seien barrierefrei ausgestattete Arbeitsplätze und zuverlässige barrierefreie Informationstechnik. »Es ist beschämend, dass die Regierungsparteien die seit einem Jahrzehnt stagnierende Beschäftigungsquote beim Freistaat von knapp über der gesetzlichen Mindestquote tatenlos hinnehmen«, kritisierte die für das Thema zuständige Abgeordnete Tessa Ganserer.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-559599/3

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