Bayerns Genossen wählen Nachfolger für Landeschefin Kohnen

Natascha Kohnen, die Vorsitzende der SPD in Bayern
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Natascha Kohnen, die Vorsitzende der SPD in Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die bayerische SPD steuert bei ihrem Wahlparteitag an diesem Samstag auf einen Machtkampf zwischen Etablierten und Erneuerern zu. Bei der Wahl zur Nachfolge der scheidenden Landeschefin Natascha Kohnen stellt sich ihr bisheriger Generalsekretär, der Oberpfälzer Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch, den Delegierten. Gegen ihn tritt mit Florian von Brunn und Ronja Endres ein Kandidatenduo an, das eine Doppelspitze im Parteivorsitz nach dem Modell der Bundes-SPD propagiert.


Die SPD war bei der Landtagswahl 2018 in Bayern mit einem Ergebnis von 9,7 Prozent der Stimmen auf ein historisches Tief abgestürzt und hat sich in den Umfragen nicht erholt - wenngleich die Kommunalwahlen 2020 zumindest nicht desaströs verlaufen waren.

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»Die Bayern-SPD hat viel mehr Potenzial, als manche vielleicht glauben. Ich trete als Vorsitzender an, um dieses Potenzial zu heben«, sagte Grötsch am Freitag. Seine Gegenkandidaten von Brunn und Endres wollen mit einer grüneren Politik punkten und propagieren eine sozial-ökologische Wende.

Die SPD müsse als Volkspartei ein Politikangebot für alle Menschen machen und müsse die Sprache der Menschen sprechen, die sie vertreten wolle, forderte Grötsch. »Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man Nachtschicht hat und es ist 4.30 Uhr«, sagte der frühere Polizist.

Von Brunn erklärte, er stehe für eine sozial-ökologische SPD. Die Partei müsse Ökologie ernst nehmen. Schon SPD-Politiker früherer Generationen wie der Oberpfälzer Landrat Hans Schuierer, der maßgeblich Wackersdorf verhindert habe, hätten sich in den Dienst der Ökologie gestellt.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-323577/2


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