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Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime

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Ein Besucher hält die Hand einer Frau in einem Altenheim
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Ein Besucher hält die Hand einer Frau in einem Altenheim. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/Symbolbild Foto: dpa

Das öffentliche Leben in Bayern kommt immer mehr zum Stillstand. Einschneidende Maßnahmen trifft die Staatsregierung auch für Pflege- und Altenheime.


München (dpa/lby) - Wegen der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen. Das Besuchsrecht werde deutlich eingeschränkt, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München. Die Betreuung von Kindern solle nicht bei den Großeltern organisiert werden.

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Wegen der Coronavirus-Krise hat die Staatsregierung darüber hinaus angeordnet, ab Montag alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum Beginn der Osterferien am 6. April zu schließen. Damit sind in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen. »Da es keine Medikamente gibt, sind wir darauf angewiesen, andere Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung zu verlangsamen«, sagte Söder. Im Freistaat wurden (Stand Donnerstag) mindestens 500 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. In Italien sind die Schulen schon länger landesweit geschlossen, auch in Frankreich wurde dies am Donnerstag angeordnet.

Wegen der Ausbreitung des Virus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren fast alle Schularten, wie es auf einer Homepage des Kultusministeriums hieß. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6000 Schulen. Am Donnerstag war der erste Todesfall in Bayern wegen des Virus bekanntgeworden, in Würzburg starb ein über 80-Jähriger.


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