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Bayern bundesweit mit geringster Armutsquote

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Geldscheine
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Geldscheine im Wert von zehn, zwanzig und fünfzig Euro stecken in einem Geldbeutel. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Illustration Foto: dpa

München (dpa/lby) - Der Anteil der armutsgefährdeten Bürger ist in Bayern mit knapp 12 Prozent geringer als in allen anderen Bundesländern. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) warnte am Freitag in seinem Armutsbericht aber, dass Armut mit der Corona-Krise zunehmen dürfte. Besonders betroffen seien geringfügig Beschäftigte und junge Menschen, die coronabedingt von wachsender Arbeitslosigkeit betroffen seien. Der Verband forderte die sofortige Anhebung der Leistungen in Hartz IV, in der Grundsicherung für alte und erwerbsgeminderte Menschen und für Asylbewerber.


In Bayern bezogen laut DPWV-Armutsbericht 2019 nur 3,7 Prozent der Bürger Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Das ist der niedrigste Wert seit Jahren. In Hof lag die Quote bei 13,9 Prozent, im Unterallgäu bei 1,4 in Eichstätt und Ansbach bei 1,5 Prozent.

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Nach der Definition des Wohlfahrtsverbandes ist jeder arm, der weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens für Wohn- und Lebenshaltungskosten zur Verfügung hat - also ein Alleinstehender mit weniger als 1074 Euro monatlich zum Beispiel, und zwar bundesweit und unabhängig davon, wo er lebt und Miete zahlt. Arm wären nach dieser Definition in Bayern 11,9 Prozent und in Deutschland 15,9 Prozent der Bürger, in Bremen wäre sogar jeder vierte Einwohner arm.

Im bundesweiten Vergleich ist nach dieser Definition München die Region mit der niedrigsten Armutsquote (8,4 Prozent), gefolgt vom Oberland, von Ingolstadt, Südost-Oberbayern, Hochrhein-Bodensee und Landshut. Problemregion Nummer 1 sei das Ruhrgebiet.


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