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Bayern baut neue Spur für Österreich-Grenzkontrollen

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Berufspendler fahren mit ihren Autos über eine Autobahn. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild Foto: dpa

Salzburg/München (dpa/lby) - Verkehrspolitisch liegen Bayern und Österreich derzeit vielfach über Kreuz - zumindest an einer Stelle gibt es nun aber eine einvernehmliche Lösung. Der Zwist um Staus und Ausweichverkehr wegen der deutschen Grenzkontrollen am Übergang Walserberg nahe Salzburg ist vorerst beigelegt.


Zur Entzerrung des Verkehrs bei der Einreise aus Österreich baut Bayern bis Ende Juli für rund eine Million Euro eine dritte Spur für die Kontrollen. Das teilte Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) am Dienstag mit. Auch sensibles Vorgehen bei drohenden Rückstaus soll die Lage entspannen.

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Das Bundesland Salzburg rückte im Gegenzug von seiner Drohung ab, den Ausweichverkehr über bayerische Dörfer zu schicken, um die eigenen zu entlasten. »Wenn die Maßnahmen dazu führen, dass sich keine langen Rückstaus bilden und Ausweichverkehr dadurch vermieden werden kann, verzichten wir auf unsere Hauptausweichroute. Dann werden wir viele unserer Sperren - in Richtung Norden - auch nicht brauchen«, sagte der Salzburger Landesrat Stefan Schnöll. Reichhart betonte: »Bayern hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die verständlichen Wünsche unserer Nachbarn nach Verkehrsentlastung im Grenzgebiet rund um Salzburg zu ermöglichen.«

Zwischen dem österreichischen Bundesland Tirol und Deutschland herrscht indessen weiter Missstimmung. Ärger gibt es unter anderem wegen der Blockabfertigung von Lastwagen und seit Neuestem wegen der regionalen Fahrverbote für Autofahrer rund um Innsbruck, die bei Staus die Autobahn verlassen und Schleichwege über die Dörfer nutzen. Wegen der Sperren erwägt das deutsche Bundesverkehrsministerium eine Klage gegen den Nachbarn.