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Basteln hinter Gittern: Häftlinge verkaufen Kunstwerke

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Ein JVA-Mitarbeiter steht vor den Kunstwerken
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Ein JVA-Mitarbeiter steht vor den Kunstwerken. Foto: Armin Weigel/dpa Foto: dpa

Straubing (dpa/lby) - Häftlinge des Hochsicherheitsgefängnisses im niederbayerischen Straubing verkaufen an diesem Wochenende eigene Kunstwerke. Etwa 100 Gefangene beteiligen sich an der Ausstellung. Die Exponate reichen von Öl- und Aquarellmalerei über Keramik und Buchbindearbeiten bis hin zu Modellschiffbau und Weihnachtskrippen, wie ein Sprecher der Justizvollzugsanstalt sagte.


Ziel sei es, die Gefangenen an eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung heranzuführen. »Manche Häftlinge entdecken hier ganz neue Talente.« Die Arbeiten verkaufen zu können, sei eine zusätzliche Motivation. Denn die Häftlinge fertigen die Objekte während ihrer Freizeit und kaufen das Material auf eigene Kosten. 90 Prozent des Erlöses gehen an die Künstler, zehn Prozent behält die JVA für Unkosten ein.

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Die Verkaufsschau findet traditionell am dritten Wochenende im Oktober statt. Die Anstalt rechnet wieder mit zahlreichen Besuchern. Und das nicht alleine wegen der Kunstwerke, sagte der Sprecher. »Wann hat man schon die Gelegenheit, hinter die Mauern der JVA zu schauen?«