Bartgeier werden im Nationalpark ausgewildert

Wiederansiedlung Bartgeier
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Einer der beiden junge Bartgeier sitzt im Tiergarten. Foto: Hansruedi Weyrich/Weyrichfoto.ch/Landesbund für Vogelschutz/dpa Foto: dpa

Ramsau bei Berchtesgaden (dpa/lby) - Nach monatelanger akribischer Vorbereitung ist es nun so weit: Im Nationalpark Berchtesgaden werden am Donnerstag zwei junge Bartgeier ausgewildert. Die imposanten Tiere sind in Bayern seit über hundert Jahren ausgestorben. Bis sich die beiden Jungvögel zum ersten Mal in die Lüfte schwingen, wird es aber noch einige Wochen dauern: Der etwa 100 Tage alte Nachwuchs ist noch nicht flügge und soll sich, in einer Felsnische regelmäßig mit Futter versorgt, zunächst an Klima und Region gewöhnen.


Die Auswilderung erfolgt im Rahmen eines alpenweiten Wiederansiedlungsprogramms. In den vergangenen Tagen befanden sich die beiden aus spanischer Zucht stammenden Jungvögel in einer Quarantänestation des Tiergartens Nürnberg, wo sie sich am »Schmusegitter« kennenlernten. Am Donnerstag tragen sie die Vogelexperten dann in ihre schwer zugängliche Auswilderungsnische auf einem Berg im Nationalpark.

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Dort wird sich dann herausstellen, wer der dominantere Vogel ist und wie sich die beiden vertragen. »Immerhin ist die Nische dort groß genug, dass sie sich auch aus dem Weg gehen könnten«, sagte Toni Wegscheider vom Landesbund für Vogelschutz. Einmal ausgewachsen, erreichen Bartgeier knapp drei Meter Spannweite und ernähren sich nahezu ausschließlich von den Knochen in gefundenem Aas. Für Mensch und Tier sind sie daher ungefährlich.

© dpa-infocom, dpa:210609-99-927129/3

LBV

Projekt Wiederansiedelung Bartgeier


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