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Bamberger Verfassung: Briefmarken zum 100-jährigen Jubiläum

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Bamberg (dpa/lby) - Vor hundert Jahren hat der bayerische Landtag die erste Verfassung in Bamberg verabschiedet - ein entscheidender Schritt für die bayerische Demokratie, der nun Briefmarken und Postumschläge ziert. In demselben Gebäude, in dem am 14. August 1919 der damalige Landtagspräsident die »Bamberger Verfassung« unterschrieb, wird am Mittwoch ein kleines Postamt aufgebaut. Dort können Sammler die Sondermarken und Umschläge kaufen und ihre Post stempeln lassen - mit demselben Motiv, wie damals die Verfassung gestempelt wurde.


Das Design hat sich der Briefmarken- und Münzsammlerverein Bamberg ausgedacht. Die Briefmarken zeigen das Gebäude, in dem die Verfassung verabschiedet wurde. Den Umschlag ziert eine Aufnahme der Landtagsabgeordneten während einer Sitzung. Insgesamt 1500 Briefmarken und 300 Umschläge ließ der Verein drucken. »Bei uns haben sich schon viele Sammler gemeldet, die unbedingt eine Marke wollen«, sagte Vereinsvorstand Klaus Höchstetter.

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Mit der »Bamberger Verfassung« ging die Staatsgewalt zum ersten Mal nicht mehr vom Monarchen, sondern vom Volk aus. Das Wahlrecht für Frauen wurde verankert, die unabhängige Justiz ebenso wie Volksbegehren und Volksentscheid. »Der Landtag hat die Verfassung in Bamberg beschlossen, weil es dort keine blutigen Aufstände gab wie in München«, sagte Horst Gehringer, Archivdirektor in Bamberg. Regierungstreue Truppen schützten die Politiker, zudem lag Bamberg strategisch günstig an den Bahnstrecken nach München, Berlin und Weimar.

Homepage des Briefmarken- und Münzsammlervereins Bamberg

Mitteilung der Stadt Bamberg