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Aufklärung des Bamberger Finanzskandals dauert an

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Wolfgang Grader (Die Grünen)
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Wolfgang Grader (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzender des Rechnungsprüfungsauschusses, spricht. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild Foto: dpa

Es wäre ein Skandal: Nach einem Bericht soll Bamberg jahrelang Hunderttausende Euro einfach so an Mitarbeitende überwiesen haben. Die Stadt verspricht Aufklärung, doch das dauert länger als gedacht.


Bamberg (dpa/lby) - Die Aufklärung im Bamberger Finanzskandal braucht mehr Zeit als geplant. Eigentlich sollten die Sonderzahlungen der Stadt Bamberg an diesem Dienstag aufgearbeitet sein - doch schon vorab vereinbarte der Rechnungsprüfungsausschuss einen weiteren Termin. »Wir nehmen uns viel Zeit für jeden Einzelfall«, betonte der Vorsitzende des Ausschusses Wolfgang Grader (Bündnis 90/Die Grünen).

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Rund eine halbe Million Euro sollen nach einem Bericht des Kommunalen Prüfungsverbands Bayern von 2011 bis 2017 ohne rechtliche Grundlage überwiesen worden sein. Die Stadt habe unzulässig Überstunden, Zeitzuschläge, Mehrarbeit und Prämien ausgezahlt. Außerdem kursieren Gerüchte, dass sich Mitarbeitende mit 450-Euro-Jobs und Beraterverträgen ohne Gegenleistung bereichert hätten. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt wegen Untreue.

In einer ersten öffentliche Sitzung Ende Januar hatte die Stadt die Vorwürfe weitgehend zurückgewiesen. Die allermeisten Fälle lassen sich durch »nähere Überprüfung deutlich entkräften«, betonte damals Robert Sporer, Leiter des Personal- und Organisationsamts in Bamberg. Alle Unstimmigkeiten sollen geklärt werden.

Dazu brauche es eine weitere Sitzung am 3. März, erklärte nun der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. »Da wird es vor allem um Fälle gehen, die gar nicht in dem Prüfungsbericht aufgelistet sind«, sagte Grader. »Man sieht, was sich das Personalamt für eine Mühe macht, um wirklich alles aufzuklären.«

© dpa-infocom, dpa:210223-99-551804/2


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