Auf Liegenden eingetreten: Angeklagter nimmt Stellung

Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia
Bildtext einblenden
Vor einem Gerichtsgebäude steht u.a. eine Statue der Justitia. Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Mit einer Einlassung des Angeklagten hat am Freitag in München der Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 22-Jährigen begonnen. Der junge Mann habe sich wie zuvor schon vor den Ermittlern zur Sache geäußert, sagte ein Sprecher des Landgerichts München I. Dem Mann wird vorgeworfen, im Juni vergangenen Jahres ohne ersichtlichen Grund mit einer Bierflasche auf einen in einem Park liegenden Mann eingeschlagen und auf ihn eingetreten zu haben.


Das betrunkene Opfer hatte sich im Alten Botanischen Garten der Landeshauptstadt mit dem Kopf auf die steinerne Umrandung eines Brunnens gelegt und in den Himmel geschaut. Laut Staatsanwaltschaft ging der Angeklagte mit einer Bierflasche in der Hand auf den Ruhenden zu und schlug diesem die Flasche unvermittelt mindestens drei Mal wuchtig auf den Kopf. Anschließend habe er mehrfach auf dessen Kopf und Oberkörper eingetreten und mit einem nassen, zum Seil gedrillten Handtuch auf ihn eingeschlagen.

Anzeige

Erst als zwei bis heute unbekannte Zeugen zur Hilfe eilten, ging der Somali den Ermittlungen zufolge »ruhigen Schrittes« davon. Das Opfer erlitt unter anderem ein offenes Schädelhirntrauma samt Bruch des Schädeldaches. Wegen der Heimtücke wertet die Staatsanwaltschaft den Angriff als versuchten Mord samt gefährlicher Körperverletzung. Ein Urteil soll voraussichtlich nach sechs Verhandlungstagen am 21. Mai fallen.

© dpa-infocom, dpa:210423-99-324895/2


Mehr aus Bayern und der Region
Einstellungen