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Anklage nach Tod einer dreifachen Mutter bei Bielefeld

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Figur Justitia
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Eine Figur «Justitia» steht auf einem Schreibtisch. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild Foto: dpa

Bielefeld (dpa/lnw) - Dreieinhalb Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 33-jährigen Frau in Löhne im Kreis Herford hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld Anklage erhoben. Die Ermittler werfen dem 48 Jahre alten Schwager der dreifachen Mutter Mord, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor, wie Staatsanwältin Claudia Bosse am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte.


Hintergrund der Tat soll sein, dass der Angeschuldigte die Trennung von seiner Frau nicht akzeptieren wollte und die Schwägerin bei einem Familienstreit schlichten wollte. »Nach unseren Erkenntnissen gab es eine Anzeige der Ehefrau wegen Nachstellung«, sagte Bosse. Das Paar hat drei Kinder im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

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Nach Informationen der Zeitung »Westfalen-Blatt« war die Schwägerin mit ihrer Familie aus Dachau in Bayern zu Besuch, als es in der Wohnung in Löhne zu einer Auseinandersetzung kam. Dabei soll der Angeschuldigte laut Anklage Schüsse abgegeben haben und seine Schwägerin getroffen haben. Die Frau soll noch versucht haben, ihn zu beruhigen. Bei der Notwehrhandlung der anderen Familienmitglieder wurde der mutmaßliche Angreifer selbst schwer verletzt und lag anschließend im Koma. Der zum Tatzeitpunkt 38-jährige Bruder des Angeschuldigten wurde ebenfalls schwer verletzt.

Der 48-Jährige äußert sich bislang nicht zu der Tat. Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Bielefeld entscheiden.

© dpa-infocom, dpa:210329-99-12608/2

Gemeinsame Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom 13.12.2020


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