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Angeklagter schweigt in Prozess um Familiendrama

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Justitia
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archivbild Foto: dpa

Ansbach (dpa/lby) - Ein knappes Jahr nach dem blutigen Familiendrama mit vier Toten im mittelfränkischen Gunzenhausen hat am Dienstag der Prozess gegen den Vater begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 31-Jährigen vor, seine drei Kinder und deren Mutter ermordet zu haben. Am ersten Prozesstag vor dem Landgericht Ansbach ließ der Angeklagte seine Anwältin mitteilen, dass er zunächst von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch mache.


Der Anklage zufolge hat der Familienvater seine schlafenden Kinder im Alter von 3, 7 und 9 Jahren sowie seine 29-jährige, von ihm getrennt lebende Ehefrau im Juni 2018 mit einem Messer erstochen. Danach sei er vom Balkon im dritten Obergeschoss gesprungen.

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Fünf Tage vor der Tat soll der Maschinen- und Anlagenführer seine zwei Söhne in deren Kinderzimmer geschlagen haben. Deshalb hatten Polizeibeamte ihm einen Platzverweis für die Wohnung erteilt und ein Kontaktverbot ausgesprochen. Danach soll er nach Angaben der Staatsanwaltschaft geplant haben, seine Familie zu töten.

Für den Prozess, in dem der Vater der getöteten Frau als Nebenkläger auftritt, sind drei Verhandlungstage angesetzt. 21 Zeugen und 6 Sachverständige sollen gehört werden. Das Urteil wird am 15. Mai erwartet.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung vom 07.01.2019