Angebote für Kinder und Jugendliche: Jugendring für Öffnung

München (dpa/lby) - Der Bayerische Jugendring (BJR) fordert die Öffnung von Angeboten für Kinder und Jugendliche unabhängig von den Corona-Inzidenzwerten. Kinder und Jugendliche müssten jetzt wieder ins Leben zurückgeholt werden, da Studien immer deutlicher ein besorgniserregendes Bild ihrer psychischen Situation ans Licht brächten, sagte BJR-Präsident Matthias Fack am Montag in München. »Für mich heißt das: Angebote müssen inzidenzunabhängig in Präsenz möglich sein.«


Laut BJR sind momentan Angebote der Jugendarbeit in Präsenz verboten, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche über 100 liegt. Die Pandemie und die strengen Kontaktbeschränkungen seien für Kinder, Jugendliche und Familien eine enorme psychische Belastung. Hier könnte die Jugendarbeit vorbeugen und helfen, dass psychische Störungen erst gar nicht entstehen.

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»Der Blick von Gesellschaft und Politik muss sich jetzt noch fokussierter als vor Corona auf Kinder und Jugendliche richten«, sagte Fack. Insbesondere Jugendliche könnten wohl je nach Alter frühestens im Sommer mit einem Impftermin rechnen. Sie dürften aber im weiteren Verlauf und erst recht nach der Pandemie auf keinen Fall vergessen werden. Der BJR ist eine Arbeitsgemeinschaft von landesweit und regional tätigen Jugendverbänden sowie örtlichen Jugendgruppen in Bayern. Dem Verband zufolge erreichen sie mit ihren Angeboten mehr als zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen.

© dpa-infocom, dpa:210503-99-450246/2

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