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Andere Lehrerverbände distanzieren sich von BLLV-Ultimatum

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Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration Foto: dpa

München (dpa/lby) - Nach dem Brandbrief des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) mit einem Impf-Ultimatum haben sich andere Lehrerverbände von der Forderung distanziert. Das Vorgehen des BLLV habe »in einer ohnehin aufgeheizten Atmosphäre weiter Öl ins Feuer gegossen und den gesellschaftlichen Brand beschleunigt«, teilte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Freitag mit. »Es ist dadurch in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass Lehrerinnen und Lehrer nicht bereit sind, in der Krise zusätzlich Verantwortung zu übernehmen. So sind wir aber nicht.«


Zwar fordert auch die Arbeitsgemeinschaft - bestehend aus bayerischem Realschullehrerverband, Philologenverband, Verband der Lehrer an beruflichen Schulen sowie der Katholischen Erziehergemeinschaft - mehr Gesundheitsschutz an den Schulen, eine bessere Teststrategie und zügige Impfungen für alle Lehrkräfte. Die abl stehe aber für zielführende Lösungen, »nicht für Maximalforderungen - auch nicht verbaler Art«.

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Der BLLV hatte dem Kultusministerium am Montag rechtswidrige Weisungen vorgeworfen. Außerdem drohte der Verband, der vor allem Mitglieder aus den Grund- und Mittelschulen vertritt, dass die Lehrkräfte nach den Osterferien nur dann wieder einen Fuß in die Schule setzten, wenn vorher alle ein Impfangebot erhalten hätten.

Daraufhin hagelte es Kritik am BLLV - aber auch an den Lehrkräften insgesamt, so dass sich Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Donnerstag genötigt sah, die Pädagogen zu verteidigen und ihnen für ihre »hervorragende Arbeit« zu danken. Auslöser für die Eskalation war die Anordnung, dass die Lehrkräfte nun auch die Selbsttests der Schüler in den Klassenzimmern beaufsichtigen sollen.

© dpa-infocom, dpa:210326-99-981819/2


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