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Alarmplan soll Donau vor Folgen des Klimawandels schützen

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Ein Schiff fährt auf der Donau in der Oberpfalz
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Ein Schiff fährt auf der Donau in der Oberpfalz. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Donau und ihre Bewohner leiden unter den Folgen des Klimawandels. Trockenheit und Hitze lassen Pegelstände und Sauerstoffgehalt sinken. Mit einem Alarmplan will nun Bayern seinen wichtigsten Fluss schützen. Der Plan soll helfen, Artenvielfalt und Gewässerqualität zu erhalten. »Die Donau ist die blaue Lebensader Bayerns. Sie zählt zum wertvollsten Naturerbe Europas«, sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) laut einer Mitteilung am Mittwoch in München. Seit 2012 gibt es bereits einen Alarmplan für den Main.


Die Donau fließt auf etwa 380 Kilometern durch den Freistaat. Rund 130 Schutzgebiete befinden sich nach Ministeriumsangaben entlang der Strecke. Allein in der bayerischen Donau leben 60 Fischarten, 135 Vogelarten brüten in den Auen.

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Der Alarmplan soll helfen, kritische Situationen für das Gewässer früh zu erkennen, damit die Behörden entsprechend reagieren können. Dafür sollen vier Messstationen die Temperatur und den Sauerstoffgehalt des Wassers automatisch aufzeichnen und auswerten. Hinzu kommt einmal pro Woche eine Messung per Hand.

Der Alarmplan sieht drei Stufen vor: Vorwarnung, Warnung, Alarm. Experten schätzen dann ein, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Diese reichen von verstärkter Beobachtung über zusätzlichen Sauerstoffeintrag bis zur eingeschränkten Entnahme von Brauchwasser.

Alarmplan Donau


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