Aktionsrat Bildung will mehr Macht für Führungskräfte

Münchens Abwehrspieler David Alaba beim Freistoß
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Münchens Abwehrspieler David Alaba beim Freistoß. Foto: Matthias Schrader/AP Pool/dpa Foto: dpa

München (dpa/lby) - Der Aktionsrat Bildung beklagt einen Mangel an geeigneten Führungskräften für Bildungseinrichtungen. Bundesweit seien 1000 Schulleiterstellen unbesetzt und auch in Bayern müssten rund 500 Schulleiter nicht nur ihre eigenen sondern weitere Schulen leiten, erklärte das 2005 gegründete Gremium aus zehn Bildungswissenschaftlern am Mittwoch. Daher müsse die Attraktivität von Leitungspositionen erhöht werden, beispielsweise indem den Führungskräften mehr Durchgriffs- und Gestaltungsmöglichkeiten gegeben werden.


Zudem schlägt der Aktionsrat vor, die Arbeitsbelastung von Führungskräften im Bildungsbereich zu reduzieren. So könnten ab einer bestimmten Schulgröße erweiterte Leitungsstrukturen geschaffen werden, die die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen.

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Im Bereich der Kindertagesstätten fordern die Bildungswissenschaftler eine Professionalisierung der Leitung. In Bayern hätten nur zehn Prozent der Kita-Leitungen einen einschlägigen Hochschulabschluss. Hier müsse der Freistaat im Bundesvergleich aufholen.

»Gut ausgebildete und verantwortungsvolle Führungskräfte sind eine unabdingbare Voraussetzung dafür, die großen Herausforderungen erfolgreich zu meistern, mit denen unser Bildungssystem konfrontiert ist«, sagte Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, die den Aktionsrat Bildung finanziert. »In der Wirtschaft ist Führungskompetenz als Erfolgsfaktor längst eine feste Größe. Dagegen sind Führungskräfte in deutschen Bildungseinrichtungen oft weder ausreichend qualifiziert, noch verfügen sie über wirksame strukturelle Führungswerkzeuge.«

© dpa-infocom, dpa:210420-99-284459/3

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