Ärger bei Lehrerverbänden: Lolli-Tests zu kurzfristig

Schule
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Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Ruhe währte nur kurz: Unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahrs haben sich Lehrervertreter am Mittwoch zornig zu Wort gemeldet. Grund für den Unmut ist einmal mehr das Vorgehen des Kultusministeriums - speziell die Vorgaben zu den kurzfristig einzuführenden Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie die Organisation von Impfangeboten.


»Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck. Musste das so sein?«, so die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, in München. Erst am Freitag habe das Ministerium die Schulen über die neuen PCR-Pooltests informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit den kindgerechten Lolli-Tests zum Lutschen soll es bereits am nächsten Montag flächendeckend losgehen. »Das ist Wahnsinn«, so Landesvize Florian Kohl.

Binnen weniger Tage sollten die Eltern informiert, Einverständniserklärungen eingeholt, Elternabende abgehalten, Zugänge zu einer digitalen Schnittstelle erstellt und die Logistik geklärt sein. »Das ist schlicht unmöglich«, betonte Kohl. Fleischmann kritisierte zudem, dass die Schulleitungen obendrein noch Impfangebote direkt an den Schulen zu organisieren hätten. Die Verbände forderten, den Zeitdruck rauszunehmen und Schulen von nicht-pädagogischen Aufgaben zu entlasten.

© dpa-infocom, dpa:210915-99-228521/2

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