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Maschinenring begrünt Feldränder mit bienenfreundlichen Blumen

Zwölf Millionen Euro umgesetzt

Traunreut – Bei der Jahresmitgliederversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings Traunstein im k1 legte Geschäftsführer Raphael Röckenwagner einen detaillierten Bericht über das vergangene Jahr ab.

Franz Gruber (links) und Raphael Röckenwagner ehrten die langjährigen Mitarbeiterinnen Gitti Kusstatscher (links) und Susanne Reiter. (Foto: Mix)

Im Rahmen der Versammlung wurden langjährige Mitarbeiter geehrt und der Magier, Mentalist und Landwirt Jakob Lipp aus Rechtmehring zeigte den Besuchern auf amüsante Weise, wie man Grenzen im Kopf überwinden und Veränderungen herbeiführen kann.

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Der Maschinenring (MR) Traunstein unterstützt seine Mitglieder auf vielfältige Art und Weise. Er sorgt bei Bedarf für Arbeitsentlastung, Kosteneinsparung, Zuerwerb, bessere Auslastung, steht für Beratung und Information zur Verfügung und bietet im Fall des Falles Betriebs- und Haushaltshilfe an.

Maschinenring hat 1563 Mitglieder

Aktuell hat der MR 1563 Mitgliedsbetriebe, in denen rund 8000 Menschen arbeiten. Der MR setzte im vergangenen Jahr 12 450 000 Euro um. Dabei entfallen auf den Verein, der Maschinen und Arbeitskräfte vermittelt, 6,4 Millionen Euro Umsatz, auf die GmbH, die Winterdienst, Baumfällungen, Grünflächenpflege und mehr anbietet, 1,45 Millionen Euro, auf den Bereich Strom Landenergie 800 000 Euro und auf Urlaub auf dem Bauernhof 3,8 Millionen Euro.

Unterm Strich erwirtschaftete der Maschinenring letztes Jahr einen Überschuss von 972 Euro, der den Rücklagen zugeführt wurde. Bei der Betriebs- und Haushaltshilfe leisteten Helfer des MR über 390-mal Hilfe in der Not für Mitgliedsfamilien und wandten dafür 52 300 Stunden Arbeit auf. »Umgerechnet wären das rund 30 Vollzeit-Arbeitskräfte«, hob Röckenwagner hervor.

Zur Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof im Chiemgau gehören 111 Betriebe. Alois Steckermeier gab einen Kurzbericht über die Aufgaben der MR Traunstein GmbH, zu denen auch jedes Jahr die Müllentsorgung nach dem Chiemsee Summer gehört oder die professionelle Reinigung von Photovoltaikanlagen. 248 Mitgliederfamilien haben letztes Jahr 1,45 Millionen Euro durch Aufträge der GmbH dazuverdient oder vergünstigt eingekauft.

Vor allem Maisfelder kommen infrage

In diesem Jahr legt der MR einen Schwerpunkt auf die Blühstreifenaktion, die mit dem Bauernverband und dem MR Laufen organisiert wird. Landwirte sind dazu aufgerufen, entlang ihrer Felder, vorwiegend beim Maisanbau, einen etwa drei Meter breiten Saatstreifen frei zu lassen, der dann von einem MR-Auftragnehmer mit einer Blumenmischung bepflanzt wird. Diese Blühstreifen seien gut und wichtig für die Bienen und zudem schön anzusehen.

Im Rahmen der Versammlung ehrten Raphael Röckenwagner und Maschinenring-Vorsitzender Franz Gruber langjährige Mitarbeiter. Gitti Kusstatscher, zuständig für die GmbH-Abrechnung, ist seit 20 Jahren in der Geschäftsstelle tätig, Susanne Reiter, zuständig für die Maschinenvermittlung, Projekte, Rundschreiben, EDV und MR-Online, seit 25 Jahren. Einen Geschenkkorb erhielt auch Franz Ortner, der »Austragler-Präsident und Vergnügungsminister«, der die Ausflüge organisiert.

In einem kurzen Grußwort dankte Bürgermeister Klaus Ritter dem Maschinenring für die stets sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Traunreut und die schnelle Einsatzbereitschaft. Die Landwirte sind nach seinen Worten »Versorger der Gesellschaft, Pfleger und Heger der Landschaft«. Ihre Arbeit habe einen sehr hohen Stellenwert.

Nach einer kurzen Pause kam Jakob Lipp auf die Bühne, Magier, Mentalist und Landwirt. Er verblüffte die Zuschauer mit kleinen Zaubereien. Die vier Bürgermeister Hans Gnadl aus Nußdorf, Georg Schützinger aus Grabenstätt, Hans Hellmeier aus Tacherting und Thomas Schmidinger aus Schnaitsee sollten hinter seinem Rücken Bilder malen, wie sie sich den Maschinenring in zehn Jahren vorstellen. Lipp fand allein aufgrund ihrer Mimik heraus, von wem welches Bild stammte.

Bürgermeister Klaus Ritter spielte bei einem verblüffenden Kartentrick mit und Kreisbäuerin Irina Esterbauer assistierte ihm, als er das Publikum eine beliebige Zahl zwischen 1000 und 2000 nennen ließ. So viele Kaffeebohnen sollten in einem Behälter sein. Auf dem Zettel in dem Behälter stand tatsächlich die genannte Zahl.

Die Grenzen im eigenen Kopf überwinden

Mit seinen Zaubereien und der Erzählung seiner eigenen Geschichte zeigte Lipp den Zuhörern auf, dass man Grenzen im Kopf sehr wohl überwinden und Neues versuchen kann. »Wenn ich was verändern will, muss ich es anpacken. Wenn ich es nicht probiere, weiß ich nie, ob es geklappt hätte. Grenzen sind da, um sie zu überwinden«, lautete eine seiner Aussagen. Und als Appell fügte er hinzu: »Wir Bauern müssen mehr rausgehen in die Öffentlichkeit, nicht nur schimpfen, sondern was tun und die Leute informieren über unsere Arbeit.« mix