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Zwölf Metzger und Fachverkäuferinnen freigesprochen

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Ehrung der Prüfungsbesten (von links): Daniel Griese mit Ausbilder Florian Kastner und Rosina Stockhammer mit Ausbilderin Katja Lapper. Dahinter Kreishandwerksmeister Peter Eicher, Innungs-Obermeister Rudolf Riedler und Prüfungsvorsitzender Peter Eicher jun. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein. Die Metzgerinnung Traunstein-Berchtesgadener Land hielt im Brauereiausschank Schnitzlbaumer ihre Freisprechungsfeier. Sieben Metzger und fünf Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Metzgerei wurden freigesprochen. Dass das Metzger-Handwerk auch regional auf eine lange Tradition zurückblicken kann, wurde auch durch das Aufstellen des aus dem 17.   Jahrhundert stammenden Zunftkreuzes der ehemaligen Metzgerinnung Laufen deutlich.


Obermeister Rudolf Riedler sagte, die angehenden Fachkräfte hätten durch eine gute Lehre eine fundierte und intensive Betreuung durch die Lehrbetriebe und die Berufsschule erhalten. Die Zusammenarbeit zwischen Innung und Berufsschule sei sehr gut. Neben seinem Dank an die Eltern der künftigen Gesellen, die Ausbilder und die Berufsschulen richtete er die Bitte an die Betriebe, weiter verstärkt bei der Lehrlingsgewinnung mitzuwirken und Auszubildende einzustellen. Nur so könne der Standort in Traunstein für die Metzgerausbildung gesichert werden.

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Anton Reichthalhammer von der Privaten Berufsschule Traunreut wies auf die vielfältigen Möglichkeiten für die jungen Facharbeiter hin, sich nach der Ausbildung weiterzubilden. Mit dem Beruf des Metzgers hätten die jungen Menschen einen konjunkturunabhängigen und sicheren Arbeitsplatz gewählt.

Zu den Gratulanten gehörte auch Willi Barke, Leiter der Staatlichen Berufsschule I. Er betonte die Bedeutung des dualen Systems, das weltweit Nachahmer finde und um das Deutschland vielerorts beneidet werde.

Friedrich Adler ging auf die drei Jahre Unterricht ein. So manche Anekdote brachte dabei nicht nur die Beteiligten zum Schmunzeln. Er hoffe für die Zukunft zur Sicherung der Betriebe aber auch des Berufsschulstandorts Traunstein auf mehr Auszubildende.

»Eine gute Ausbildung ist der Türöffner für den Erfolg« «, sagte 2. Bürgermeister Hans Zillner. Gleichzeitig würde der neue Lebensabschnitt nun auch neue Herausforderungen bringen.

Die Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber sagte, den jungen, freigesprochenen Menschen werde ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft übergeben. Sie wies darauf hin, dass Fachleute immer gebraucht würden, was sich gerade in Zeiten eines Facharbeitermangels verstärke.

Prüfungsvorsitzender Peter Eicher jun. machte deutlich, dass die jungen Handwerker für ihre Leistung bei der Freisprechung einen verdienten Lohn in Form des Gesellenbriefes erhalten würden. Die Qualifikation der jungen Mitarbeiter sei dabei ein wichtiger Faktor für eine gute Qualität der Produkte im heimischen Metzgerhandwerk.

Kreishandwerksmeister Peter Eicher sagte, dass die jungen Auszubildenden in ihrer Lehrzeit auch durch eine Lebensschule gingen: »Sie kommen als Jugendliche in den Betrieb und gehen als gereifte Männer und Frauen wieder heraus.« Der Kreishandwerksmeister kritisierte die Gesetzesflut im Lebensmittelhandwerk. Gerade EU-initiierte Gesetze seien oft ein Hemmschuh für das ohnehin schon stark reglementierte Lebensmittelhandwerk. Eine klare Absage erteilte er auch Bioprodukten aus dem Ausland. »Hier geht die Regionalität vor, deren Ökobilanz ist nicht zu halten.«

Der Kreishandwerksmeister sprach die jungen Handwerker im Rahmen der traditionellen Freisprechung von den Pflichten und Aufgaben des Lehrverhältnisses frei und wünschte ihnen in ihrem beruflichen Leben alles Gute. An der Gesellenprüfung haben sieben Metzger teilgenommen, die mit einem Notendurchschnitt von 2,5 eine gute Abschlussleistung zeigten. Prüfungsbester war Daniel Griese von der Metzgerei Kastner in Berchtesgaden mit einem Notendurchschnitt von 1,5.

Im Bereich der Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk Metzgerei traten fünf Teilnehmer an, die ebenfalls alle bestanden. Hier lag der Notendurchschnitt bei 2,7. Herausragend war dabei die Prüfungsbeste Rosina Stockhammer vom Ausbildungsbetrieb Edeka Peschka in Waging mit einer Note von 1,0.

Musikalisch wurde die Freisprechungsfeier von der Zithergruppe Ehrenlechner gekonnt heimatverbunden untermalt. awi

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