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Zwölf erfolgreiche Schreiner erhielten Meisterbriefe

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Viele formschöne, in hoher Qualität hergestellte Meisterstücke waren im Bildungszentrum der Handwerkskammer zu sehen. Im Bild ein Beiwagen für ein Oldtimer-Motorrad. Zweiter Bürgermeister Hans Zillner (links) und der Regionalleiter des Bildungszentrums, Franz Ertl, freuten sich über das hohe Niveau der Meisterstücke. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Ihre Meisterstücke zeigten junge erfolgreiche Schreinermeister in einer Ausstellung im Bildungszentrum der Handwerkskammer. Die Schreiner haben einen einjährigen Meisterkurs erfolgreich abgeschlossen. Die kreativen Meisterstücke sind ein Indiz für den Ideenreichtum und die Leistungsfähigkeit des heimatlichen Schreinerhandwerks.


Der Leiter des Bildungszentrums, Max Stadler, wies auf die hohe Anerkennung hin, die das Handwerk in Deutschland genießt. Es stehe für Präzisionsarbeit, Innovation und sei zukunftsorientiert. »Man verbindet Kreativität und Modernität damit«, sagte er. Gerade in wirtschaftlich unruhigen Zeiten, wie beispielsweise in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009, seien das Handwerk und der deutsche Mittelstand ein stabilisierender Faktor gewesen.

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Der Durchlässigkeit des deutschen Schul- und Ausbildungssystems sei es zu verdanken, dass die erfolgreichen Meister nun auch ein Hochschulstudium beginnen können. Dies sei aber nicht zwingend erforderlich; man wolle sie nicht auf die Hochschulen wegloben. Traunsteins Zweiter Bürgermeister Hans Zillner machte deutlich, dass es eine gute Verbindung zwischen der Stadt Traunstein und dem Handwerk sowie den Handwerksorganisationen gebe. Traunstein habe hier eine wichtige Zentralfunktion – sind doch Innungen, die zum Teil auch in die benachbarten Landkreise Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf hineinreichen, über die Kreishandwerkerschaft in Traunstein angesiedelt. Die jungen Schreinermeister lobte er für den eingeschlagenen Berufsweg: »Sie haben einen großen Sprung auf der persönlichen Karriereleiter nach oben geschafft und gehören zu den Besten ihres Fachs.« Von den 15 angetretenen Kursteilnehmern haben zwölf durchgehalten und das Prüfungsziel erreicht. Der Beste ist Simon Willer aus Traunstein. Die zwölf neuen Meister kommen aus mehreren oberbayerischen Landkreisen.

Der Obermeister der Schreiner-Innung Traunstein, Hans Kurfer, freute sich über den Meister-Zuwachs in der Region. Er ermutigte die jungen Meister, sich der Innung anzuschließen, wenn sie sich selbstständig machen. Im Schreinerberuf seien neben handwerklicher Fähigkeiten auch ein Gespür für Gestaltung gefragt. Daneben brauche man Verständnis für computergesteuerte Anlagen und Maschinen. Die jungen Meister seien für die beruflichen Herausforderungen gut gerüstet: »Sie haben sich die Qualifikation erworben und sind gewappnet, die Aufgaben in Ihrem Beruf zu meistern.« awi