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Zweite Kinderkrippe in Traunreut nimmt Gestalt an

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Machten sich gestern ein Bild über den Baufortschritt der neuen Kinderkrippe (von links): Architektin Ina Veit, Bürgermeister Franz Parzinger und Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann. (Foto: Rasch)

Traunreut. Die neue Traunreuter Kinderkrippe nimmt zusehends Gestalt an: Trotz Verzögerung liegt der Bau der zweiten städtischen Kindertagesstätte an der Ecke Traunring/Brandenburger Straße im Zeitplan. Im Moment sind die Zimmerer damit beschäftigt, die restlichen vorgefertigten Raum- und Dachelemente des Holzständerbaus zu installieren. In ein bis zwei Wochen, so schätzt Architektin Ina Veit, werden die Spengler und Fenstersetzer mit ihrer Arbeit beginnen können. Veit ist auch zuversichtlich, dass das »Zwergenland« mit Beginn des Kindergartenjahres seinen Betrieb aufnehmen kann.


Gesamtkosten von rund 3,1 Millionen Euro

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Wie die Architektin, die als neue Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung mit der Planung beauftragt ist, am gestrigen Freitag bei einer Baustellenbesichtigung mit Bürgermeister Franz Parzinger und Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann erklärte, liege man auch bei den Kosten in der Berechnung. Die Gesamtkosten der Krippe, die über vier Gruppen verfügt, bewegen sich bei 3,1 Millionen Euro. Abzüglich des zu erwartenden Staatszuschusses aus dem Programm »Aufbruch Bayern« von 1,2 Millionen Euro kostet der Bau die Stadt Traunreut 1,9 Millionen Euro.

Bei der Planung des ebenerdigen, zum Teil unterkellerten Gebäudes war nicht nur großer Wert auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Baustoffe gelegt worden, sondern auch auf ein ausgeklügeltes Raumkonzept. Innenliegende Fenster, um die kleinen »Racker« stets im Auge zu behalten, sind beispielsweise wertvolle pädagogische Details des Baus. Durch die in vier Himmelsrichtungen ausgerichteten Gruppen-Module entsteht als Herzstück des Gebäudes ein von allen Seiten geschützter Innenhof, der sich über eine überdachte Terrasse zum offenen Garten hin fortsetzt.

Offene Flure sind als Spielraum gedacht

Die offenen Flure sind als gemeinsamer Spielraum gedacht, lassen sich aber auch nach Gruppen trennen. Über diese Flure erhalten die großen Gruppenhaupträume zusätzlich Licht vom Innenhof, über die gleichzeitig eine schöne Nachbarschaft der Gruppen zueinander entsteht.

Die gruppenübergreifend genutzten Räume (Schlafräume, Essbereiche, Personalräume) befinden sich in den Gebäudeecken. Hinzu kommt noch ein Bewegungsraum im Untergeschoß, der durch einen großen Lichthof auch über Tageslicht verfügt. Reichlich Platz, um sich auszutoben, finden die Kinder auch im weiteren Garten, der an den katholischen Kindergarten in der Adalbert-Stifter-Straße grenzt.

Aufgrund des Krippen-Booms, den die erste städtische Einrichtung in der Wichern-Straße vor rund drei Jahren ausgelöst hatte, und vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen war die Stadt Traunreut gezwungen, sich nach weiteren Alternativen umzuschauen. Gespräche mit anderen Trägern schlugen fehl. Deshalb entschloss sich der Stadtrat für einen weiteren Neubau und die erneute Übernahme der Trägerschaft.

Bedarf an Krippenplätzen für die nächsten Jahre gedeckt

Die Zeit drängte, denn man hatte sich zum Ziel gesetzt, die Tagesstätte mit 50 Plätzen im September 2013 zu eröffnen. Während die Arbeiten, unter anderem wegen des Wetters, zunächst etwas zäh voranschritten, ist man jetzt doch guter Dinge, dass es bis September klappen wird.

Mit diesen weiteren 50 Krippenplätzen und weiteren 36 Plätzen, die in dem neuen »Haus für Kinder« der Jugendsiedlung Traunreut entstehen, dürfte nach Parzingers Bekunden der Bedarf an Krippenplätzen in Traunreut für die nächsten Jahre gedeckt sein.

Wie berichtet, baut die Jugendsiedlung mit finanzieller Unterstützung der Stadt ein Kinderhaus mit einem ausgesprochen integrativen Ansatz. Das heißt, dass hier ab dem nächsten Kindergartenjahr sowohl in Kindergarten wie -krippe Kinder mit und ohne Behinderungen betreut werden. ga