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Zweite Kinderkrippe in Übersee eingeweiht

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Schlüsselübergabe von Architekt Markus Fritsche (Zweiter von links) an die stellvertretende Leiterin der Einrichtung, Andrea Pertl (links), Bürgermeister Marc Nitschke und Kinderpflegerin Alexandra.

Übersee – Nicht nur als eine gesetzliche Verpflichtung, sondern »eine Herzensangelegenheit unserer Familien- und Sozialpolitik« bezeichnete Bürgermeister Marc Nitschke den 1,15-Millionen-Euro teuren Krippenneubau im Zellerpark, der jetzt feierlich eingeweiht wurde. Mit fünf Gruppen in den beiden Kindergärten und jetzt vier Gruppen in den beiden Krippen sei die Gemeinde nun bestens aufgestellt.


Ein Begrüßungslied der Kindergartenkinder im Beisein zahlreicher Gäste, von Vertretern der beteiligten Firmen, des Gemeinderats, der Verwaltung sowie der Geistlichkeit und natürlich von vielen Eltern und Kindern war der Auftakt zu dem laut Bürgermeister »großen Tag für die Gemeinde«.

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Neben den wichtigen Baumaßnahmen in den letzten Jahren freue ihn das neue Betreuungsangebot für die Ein- bis Dreijährigen ganz besonders. Angesichts der heutzutage geforderten Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehöre dies zu einer funktionierenden und zukunftsfähigen Gemeinde, so der Rathauschef.

Stolz zählte er die Investitionen in jüngster Zeit auf, nämlich den Neubau des Kindergartens St. Irmengard, die Errichtung der Kinderkrippe St. Nikolaus sowie den jetzigen Neubau der Kinderkrippe Zellerpark neben dem bestehenden Kindergarten Zellerpark.

Nachdem die Kinderkrippe St. Nikolaus gleich nach der Eröffnung ausgebucht war, hatte der Gemeinderat beschlossen, eine zweite Krippe als Anbau an den Kindergarten Zellerpark zu bauen. Eine Umfrage ergab dann einen so großen Bedarf, dass man noch im Dezember 2013 entschied, gleich ein größeres Gebäude für zwei Gruppen zu planen.

»Was dann nach dem Baubeginn im Mai 2014 in nur sieben Monaten entstanden ist, kann sich sehen lassen«, betonte der Bürgermeister. In dem hellen und freundlichen Neubau sind auf einer Fläche von 390 Quadratmetern zwei Gruppenräume mit eigenen Wickel-, Wasch- und Sanitärräumen, eine behindertengerechte Toilette, ein Ruheraum, eine Küche mit Abstellraum, ein Personal- und ein Kinderwagenraum untergebracht. Durch die besondere Bauweise ergibt sich zudem ein 80 Quadratmeter großer geschützter Innenhof, der als zusätzliche Spielfläche genutzt werden kann. Die bisherige Ölheizung des Kindergartens wurde im Rahmen des Anbaus durch eine gemeinsame Pellets-Heizungsanlage ersetzt. Alle neuen Räume haben eine Fußbodenheizung.

Gleich zum Jahresanfang ist die neue Einrichtung bereits mit einer Gruppe, einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin in Betrieb gegangen. Eine zusätzliche Küchenkraft kocht den Kindern täglich ein frisches Mittagessen.

Der Dank des Bürgermeisters galt vor allem dem Kindergartenteam unter der Leitung der zur Einweihung erkrankten Anja Schwaiger. Besonders lobte er die Architekten, Heinz und Markus Fritsche aus Teisendorf, »nicht nur für die hervorragende Planung, sondern vor allem für die exakte Einhaltung der Zeit- und Kostenvorgaben.

Die ungewöhnlich kurze Bauzeit begründete Markus Fritsche mit der reibungslosen Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und der Verwaltung sowie mit allen 30 beteiligten Firmen, die allesamt in der Region angesiedelt sind.

Die Kosten werden etwa je zur Hälfte von der Gemeinde und vom Staat getragen. Wie der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner betonte, sei die Regierung von Oberbayern zwar Träger der neuen Einrichtung, die Zuschüsse habe aber der Freistaat zur Verfügung gestellt. Voll des Lobes für die Gemeinde Übersee war der stellvertretende Landrat Andreas Danzer, weil man hier mit der umfassenden Kinderbetreuung eine der wichtigsten gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben so schnell und vorbildlich gelöst habe.

Nach einem weiteren Grußwort der Elternbeiratsvorsitzenden Monika Hilz und der kirchlichen Segnung aller Räume durch Pater Ionel Anghel sowie dem evangelischen Pfarrer Bernd Blum wünschte Bürgermeister Nitschke der neuen Krippe »stets ein glückliches Kinderlachen«. bvd