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Zweite Kinderkrippe für Übersee

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Übersee. Nach der Einweihung der zweigruppigen katholischen Kinderkrippe Sankt Nikolaus vor wenigen Monaten sind in Übersee nun die Würfel für eine weitere Einrichtung gefallen. Einstimmig hat sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für einen Anbau an den gemeindlichen Kindergarten im Zellerpark für zwei Krippengruppen entschieden. Zunächst war nur eine Gruppe vorgesehen.


Schon kurz nach Fertigstellung der ersten Krippe war zusätzlicher Bedarf für eine weitere Gruppe mit zwölf Kindern im Alter bis zu drei Jahren festgestellt worden. Bei der Vorstellung der Planung von Architekt Heinz Fritsche aus Teisendorf für eine Gruppe Ende November hatte der Gemeinderat bereits eine zukunftsfähigere Lösung für zwei Gruppen in Erwägung gezogen. Diese Alternative einschließlich der Kostenermittlung hat der Architekt nun in der vergangenen Sitzung vorgestellt.

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Die Kosten für den Anbau einschließlich Honorar, Möblierung und Außenanlagen bezifferte Fritsche für eine Gruppe auf rund 768 000 Euro, für zwei Gruppen auf etwa 1,15 Millionen Euro. Nach Abzug möglicher Fördermittel hätte die Gemeinde noch rund 445 300 Euro für die kleinere Variante und 567 000 Euro für die größere zu schultern. »Die zweite Gruppe kostet die Gemeinde demnach nur rund 120 000 Euro mehr«, so Fritsche.

»Diese Zahlen sprechen für sich, vor allem vor dem Hintergrund des aktuellen Bedarfs und der gesellschaftlichen Entwicklung«, meinte Bürgermeister Marc Nitschke. Angesichts der vergleichsweise geringen Mehrkosten von nur 120 000 Euro und der noch heuer bestehenden Fördermöglichkeit bewerteten auch Ludwig Ertl, Hans Schönberger (beide Freie Bürgerliste) und Alois Huber (CSU) die zwei Gruppen als die wirtschaftlichere Lösung.

Einigkeit bestand auch bei der Entscheidung zwischen der sogenannten »kurzen« oder »langen« Version des Anbaus. Die um sieben Meter längere Version hätte ins Biotop des Zellerparks hineingeragt und fiel deshalb – neben ortsplanerischen Gründen – durch.

»Einen sehr vernünftigen Vorschlag, der sich sehen lassen kann«, nannte Wolfgang Hofmann (BP) die »kurze« Version und sprach damit für das gesamte Gremium.

Der Bau sieht je einen Gruppen-, Schlaf-, Wickel- und Waschraum sowie eine Küche mit Abstellraum, einen Personal- und einen Kinderwagenraum vor. Durch die besondere Bauweise ergibt sich zudem ein 84 Quadratmeter großer geschützter Innenhof. bvd