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Zweispuriger Kreisverkehr überfordert viele Autofahrer

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Gewöhnungsbedürftig ist für viele Autofahrer der neue Kreisverkehr im Zuge der Nordostumfahrung. Gleiches gilt für den Bypass in Richtung Teisendorf. Die Traunsteiner Grünen sammelten Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Sie glauben, dass man durch diverse Änderungen die Sicherheit der Autofahrer auf der neuen Umgehungsstraße verbessern kann.

Traunstein. Anregungen zur Verbesserung der Nordostumfahrung sammelten die Traunsteiner Grünen bei einer Versammlung im Gasthaus Sailer-Keller. Größter Kritikpunkt war der Bypass beim Kreisverkehr in Richtung Teisendorf, den man nach Ansicht einiger Diskussionsteilnehmer nicht brauche.


Verbesserungsvorschläge wurden gesammelt

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Viele Bürger aus Traunstein, Hallabruck und Hufschlag freuen sich seit der Eröffnung der Nordostumfahrung über mehr Ruhe in ihren Wohnungen. In den letzten Wochen wurden auch Mitglieder der Traunsteiner Grünen immer wieder auf die neue Nordostumfahrung angesprochen. Aus diesem Grund organisierten sie den Diskussionsabend, um Verbesserungsvorschläge und Anregungen zu sammeln und darüber zu diskutieren. Rund 50 Bürger waren der Einladung gefolgt.

Der Sprecher des Ortsverbandes, Wolfgang Wörner, zeigte Fotos von verschiedenen Verkehrssituationen und führte anhand dieser Bilder durch den Abend. Erster Diskussionspunkt war der Kreisverkehr am Ausgang des Tunnels. Mehrere Wortmeldungen betrafen die zweispurige Verkehrsführung im Kreisel. »Ich fahre immer nur die äußere Spur«, sagte ein Diskussionsredner und viele äußerten ihre Angst vor Kollisionen, wenn sie den Kreisverkehr von der inneren Spur aus verlassen. Sowohl Achim Kraus als auch Dr. Peter Weigel, der aus Bremen nach Traunstein zugezogen ist, berichteten, dass in Norddeutschland sehr viele zweispurige Kreisel bereits auf eine Spur zurückgebaut wurden, um die Unfallgefahr zu senken.

Auch der Bypass in Richtung Teisendorf wurde mehrfach erwähnt, da man wegen des Schildes »Vorfahrt achten« an seinem Ende den Kopf sehr weit umdrehen muss, um zu sehen, ob nicht jemand aus dem Kreisverkehr »herausschießt«. Viele sagten, dass sie mittlerweile lieber durch den Kreisel fahren und den Bypass nicht mehr benutzen. Deshalb war einstimmiger Wunsch der Besucher: »Bitte macht den Bypass weg«.

Außerdem wurde angeregt, die Beschilderung zu überdenken. Die Schilder von Norden und von Süden lassen nicht erkennen, dass man auf einen Kreisverkehr zufährt, hieß es dazu. Von Osten kommend wurde das Schild gelobt, leider ist es aber zur Hälfte von einem Baum verdeckt.

Viele Anregungen gab es auch zur Einmündung der Wasserburger Straße in die neue Umfahrung. Wenn man von Traunstein kommend nach rechts abbiegt, ist zunächst die Ausfahrt sehr eng, kurz darauf ist man ohne große Einsichtmöglichkeit an der Nordostumfahrung angelangt, wo die Fahrzeuge mit erlaubten 100 km/h von links kommen. Bremsstreifen an dieser Stelle zeugen von der dort herrschenden Gefahr.

Susanne Stöckl, die oft mit ihrem Hund oberhalb der Straße spazieren geht, berichtete von einem weiteren Gefahrenpunkt: »Für Lastwagen, die von Traunstein kommend hier in Richtung Traunreut fahren wollen, ist der Radius der Einmündung zu eng. Häufig müssen sie auf die Gegenfahrbahn ausscheren«, sagte sie. Mehrere Besucher teilten diese Meinung. Es wurde die Bitte geäußert, dort die Geschwindigkeit auf der Vorfahrtsstraße zu begrenzen und das seit kurzem bestehende Überholverbot durch eine weiße durchgehende Line zu verdeutlichen. Mehrere Personen baten darüber hinaus, zu prüfen, ob eine Einfädelspur möglich wäre.

Intensive Diskussion wurde geführt

Im Laufe des Abends gab es noch viele weitere Vorschläge. Die Traunsteiner Grünen werden die Vorschläge den Verantwortlichen zukommen lassen. Nach einem zusammenfassenden Schlusswort von Stadträtin Burgi Mörtl-Körner beendete Wolfgang Wörner nach knapp 2 Stunden Diskussion den offiziellen Teil der Veranstaltung, was jedoch die Mehrheit der Besucher nicht daran hinderte, dazubleiben und weiter intensiv über das Thema zu diskutieren.