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Zwei Sprenggranaten geborgen

Mit ihrer Unterwasserkamera hat die Wasserschutzpolizei Prien die Sprenggranaten zunächst ins Visier genommen.

Seeon-Seebruck. Ein Urlauber aus Hessen, der mit Taucherbrille und Schnorchel im Chiemsee in der Nähe des Seebrucker Dampfersteges umhergeschwommen ist, entdeckte am Montagnachmittag in etwa drei Metern Tiefe einen verdächtigen Gegenstand. Der Anfangsverdacht, dass es sich um Munition aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, bestätigte sich.


Eine Überprüfung der Wasserschutzpolizei Prien ergab, dass das Fundstück eine Granate ist. In der Nähe entdeckten die Polizisten noch ein weiteres Geschoss am Seegrund. Sie fertigten noch am Montag Unterwasseraufnahmen von den beiden Sprengkörpern an und schickten sie an einen Kampfmittelräumdienst. Eine erste Auswertung ergab, dass es sich um amerikanische Sprenggranaten aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Die beiden funktionsfähigen Granaten waren vermutlich aufgrund des derzeit niedrigen Wasserstands durch die Schiffspropeller der Fahrgastschiffe freigespült worden.

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Um zu verhindern, dass eine mechanische Einwirkung auf die Zünder stattfindet – zum Beispiel durch vom Schiffpropeller aufgewirbelte Steine – fuhr die Chiemseeschifffahrt den Seebrucker Dampfersteg am Montagabend und am gestrigen Dienstagmorgen nicht an.

Nachdem Polizeitaucher die beiden Sprengkörper mit Bojen markiert hatten, bargen am Dienstagvormittag speziell ausgebildete Taucher des Bayerischen Landeskriminalamtes die beiden Panzergranaten. Der Kampfmittelräumdienst transportierte die Sprengkörper ab und wird sie bis zu ihrer Vernichtung sicher verwahren.