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Zwei Schwestern in himmlischer Mission

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Sophia-Marie (links) und Julia-Marie Huber haben keine Sorge, sich wegen der doppelten Bewerbung in die Haare zu kriegen: Sie würden es sich gegenseitig gönnen, zu gewinnen. (Foto: Schwaiger)

Seeon-Seebruck. Das hat es auch noch nicht gegeben: Zwei Schwestern treten gemeinsam an, um das Traunsteiner Christkind 2013 zu werden. Natürlich wissen die 14-jährige Sophia-Marie Huber und ihre ein Jahr jüngere Schwester Julia-Marie, dass maximal eine von ihnen am Ende ins weiß-goldene Kostüm schlüpfen kann. Doch das macht den Realschülerinnen aus Seebruck nichts aus. »Ich würde mich für meine Schwester freuen«, sagt Julia-Marie und Sophia-Marie pflichtet ihr bei: »Bei mir ist es das Gleiche.«


Um den »Christkindl-Job« gab´s im Hause Huber noch nie Streit. Denn da wissen alle: »Das Christkindl ist bei uns daheim der Opa.« Auf leisen Sohlen stiehlt der sich am Heiligen Abend davon, und wenn er draußen vor der Tür mit der Kette rasselt, dann wissen alle: Jetzt ist endlich Zeit für Geschenke.

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Doch auch den beiden Schwestern fällt am Heiligen Abend eine Aufgabe zu: Sie lesen ihren Eltern und Großeltern bairische Gedichte vor. Was keine schlechte Übung ist, für den großen Auftritt, den eine von beiden vielleicht als Traunsteiner Christkind hinlegen könnte. Schließlich ist das Vortragen des Eröffnungsprologs am Traunsteiner Christkindlmarkt seine wichtigste Aufgabe. Den großen Auftritt scheuen die beiden Schwestern nicht.

»Ich wollte schon als ich klein war, das Christkindl werden«, sagt die 13-jährige Julia. Sie besucht die siebte Klasse der Traunsteiner Reiffenstuel-Realschule, reitet und liest gerne. Fremdsprachen und Reisen sind ihre Leidenschaft. »Ich will einmal mehrere Sprachen sprechen können«, erklärt die junge Seebruckerin und traut sich das auch zu: Im Englisch- und Französischunterricht zeigt sich, dass ihr Sprachen liegen. Da liegt es auf der Hand, dass die 13-Jährige von Reisen in fremde Länder träumt. Ins südfranzösische Camargue und nach Stockholm will die Realschülerin unbedingt einmal.

Auch die 14-jährige Sophia-Marie hat schon ganz konkrete Vorstellungen für ihre Zukunft: Sie will später Chirurgin werden. »Ich will den Menschen helfen und dafür sorgen, dass sie ein besseres Leben haben«, sagt die Achtklässlerin. Schon heute ist sie darum als Schulsanitäterin tätig. Ihren Mitschülern hilft sie aber nicht nur bei gesundheitlichen Problemen, sondern auch bei Lernschwierigkeiten: »Ich gebe gern Nachhilfe«, sagt die junge Seebruckerin so, als ob das ein Klacks wäre. Ihre Hobbys sind Reiten und Schwimmen. Für die Schülerzeitung hat sie schon Persönlichkeiten wie Landtagspräsidentin Barbara Stamm interviewt.

Warum sie die Richtige für die »himmlische Mission« wäre? »Ich kann gut auf Menschen zugehen«, sagt Sophia-Marie. Weihnachten ist für sie eine ganz besondere Zeit. Plätzchenbacken, Christbaumschmücken, Schneeballschlachten – das alles macht für die Realschülerin die Magie der Adventszeit aus. »Ich finde es schön, wenn die Familie enger zusammenrückt.«

Da geht es ihrer Schwester Julia nicht anders. »Ich habe es schon als Kind gemocht, den Christbaum zu schmücken«, erinnert sich die 13-Jährige. Und natürlich hilft auch sie beim Plätzchenbacken tatkräftig mit. »Ich freu' mich immer sehr auf Weihnachten.« san