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Zwei Prozent mehr Trinkwasser verkauft

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Mit der Ende 2016 begonnenen Kanalisierung in Niedling konnte nun auch der letzte geplante Anschluss eines Ortsteils an das Abwassernetz der Stadt Traunreut abgeschlossen werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Die Stadtwerke Traunreut haben dem Werkausschuss in einer Sitzung eine Zwischenbilanz für dieses Jahr vorgelegt. Demnach wurde im ersten Halbjahr um zwei Prozent mehr Trinkwasser verkauft, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beim Wärmeverkauf blieben die Zahlen um sechs Prozent hinter dem Vorjahr zurück.


Endgültige Zahlen zur Trinkwasserabgabe können erst nach der Abrechnung am Jahresende vorgelegt werden, klar ist allerdings schon jetzt, dass im ersten Halbjahr um 14 000 Kubikmeter oder zwei Prozent mehr Wasser aus den Brunnen entnommen worden ist.

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Für heuer wird mit einer Wasserabgabe von insgesamt 1,17 Millionen Kubikmetern gerechnet, was einen Erlös von 1,788 Millionen Euro erwarten lässt. Der Wasserpreis liegt derzeit bei 1,30 Euro pro Kubikmeter Verbrauchsgebühr plus einer Grundgebühr je nach Verbrauchsmenge zwischen 84,50 Euro pro Jahr bei einem Durchfluss von 2,5 Kubikmetern pro Stunde bis zu 525,60 Euro pro Jahr bei Verbundzählern.

Die Erlöse aus dem Abwasserbereich richten sich nach dem Trinkwasserverbrauch und deshalb wird für heuer eine Menge von 1,07 Millionen Kubikmeter erwartet, was Einnahmen von 2,53 Millionen Euro bedeuten würde. 2016 wurde mit 1,07 Millionen Kubikmetern fast die gleiche Menge verrechnet wie noch 2015. Wie die Wasser- bleiben auch die Abwassergebühren bis Ende 2019 gleich und betragen hier 2,23 Euro pro Kubikmeter bei Schmutzwasser und 2,44 Euro pro Kubikmeter bei Mischwasser.

Wie beim Trinkwasser liegen auch bei der Abgabe der Fernwärme noch keine Abrechnungszahlen vor. Anhand der Lieferungen von der Geothermie beziehungsweise der Steag (Biomasseheizwerk) errechnete Stadtwerke-Leiter Wilhelm Helmdach aber ein Absatzminus im ersten Halbjahr von sechs Prozent. 2016 konnte der Wärmeabsatz noch um 15 Prozent gesteigert werden.

Bei den Bäderbetrieben, die seit Januar zu den Stadtwerken gehören, sank im Hallenbad die Besucherzahl in der Saison 2016/2017 mit 31 143 Gästen um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (32 500 Besucher), im Freibad konnten heuer mit rund 74 000 Gästen etwas mehr als noch 2016 mit 69 394 Besuchern gezählt werden.

Beim Personal verzeichnen die Stadtwerke eine Steigerung wegen des Übergangs der Bädermitarbeiter von der Stadt zu den Stadtwerken zum Jahresbeginn. Zählte man zum 30. Juni 2016 noch rechnerisch 23,8 Mitarbeiter, 33,72 waren es zur Jahresmitte 2017. Bis zum 30. Juni dieses Jahres wurden 848 687,75 Euro für Personal ausgegeben, eingeplant sind für das gesamte Jahr zwei Millionen Euro.

Investiert werden von den Stadtwerken heuer insgesamt rund fünf Millionen Euro. Unter anderem wurden bereits neue Wasserleitungen am Irsinger Berg, in Irsing und zwischen Attenmoos und Haßmoning sowie im Gewerbegebiet Hochreit verlegt. Gerade im Bau sind neue Wasser- und Abwasserleitungen in der Ganghofer- und Paul-Keller-Straße. Mit Niedling ist nun auch der letzte geplante Anschluss eines Ortsteils ans Abwassernetz abgeschlossen.

Der Schuldenstand der Stadtwerke soll sich heuer von 6,37 Millionen auf 6,13 Millionen Euro verringern. Wie Bürgermeister Klaus Ritter erklärte, mache eine Schuldenreduzierung keinen Sinn: »Wir können diese runterfahren, dann würden wir aber die günstigen Darlehen der KfW-Bank verlieren.« Der Werkausschuss genehmigte den Zwischenbericht einstimmig. ga

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