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Zwei neue Kulturwanderwege eröffnet

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Die neuen Kulturwanderwege wurden in die einheitliche Beschilderung der Bergener Wanderwege mit einbezogen. (Foto: Humm)

Bergen. Mehr als 100 Klein- und Flurdenkmäler gibt es in und um die Gemeinde Bergen. Wanderführer Manfred Krug hatte vor einiger Zeit die Idee, eine ausgewählte Anzahl davon Einheimischen und Gästen durch Erstellung von Kulturwanderwegen in Erinnerung zu bringen beziehungsweise vorzustellen. Jetzt wurde der durch Leader-Mittel geförderte Kulturwanderweg in Oed bei der dortigen Kapelle offiziell vorgestellt. Darüber hinaus gibt es noch eine kürzere Kulturweg-Runde.


Bürgermeister Bernd Gietl, Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher, Touristik-Leiter Wolfgang Helldobler, Leader-Manager Kolja Zimmermann und Landwirtschaftsdirektor Georg Baumgartner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim hatten zusammen mit Krug die Voraussetzungen für die Eröffnung geschaffen. Ausgangsort für beide Wege ist die Bergener Tourist-Information. Der kleine Weg führt bei einem Zeitaufwand von 50 Minuten nach Hausen, Gries und Weißachen, der große dauert 105 Minuten und geht über Oed und Bad Adelholzen nach Sonnleiten.

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Bürgermeister Gietl betonte, dass Heimat- und Kulturpflege in der Gemeinde Bergen einen hohen Stellenwert hätten. »Wir sind uns unserer Verantwortung dafür bewusst«, erklärte der Rathauschef. Klein- und Flurdenkmäler würden Zeugnis geben über schwere Schicksalsschläge, aber auch über freudige Ereignisse. Gleichzeitig seien sie Ausdruck des tief in den Menschen verwurzelten Glaubens.

Der Kulturwanderweg ist auch auf den einheitlich gelben Wegschildern ausgewiesen. Ausgewählte Flurdenkmäler entlang des Weges sind mit Informationstafeln versehen, auf denen die Entstehung, der Eigentümer und Betreuer, die Bauart und weiteres Wissenswertes beschrieben sind. Mit Gesamtkosten von knapp 2000 Euro konnten insgesamt 15 Objekte ausgeschildert werden, betonte Gietl. Er kündigte außerdem an, dass geplant ist, einen Flyer zum neuen Kulturwanderweg herauszubringen; dieser soll spätestens im Frühjahr 2014 vorliegen.

Bei der Vorstellung des Weges stellte Landwirtschaftsdirektor Baumgartner auch kurz das europäische Förderprogramm Leader vor, dessen Zielsetzung die innovative regionale Entwicklung ist. »Leader versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe«, sagte er und freute sich darüber, dass Bergen in den Genuss der Förderung kam.

Ortsheimatpfleger Gehmacher ging auf die Bedeutung der Klein- und Flurdenkmäler ein. Er betonte, wie wichtig es sei, dass die Schulkinder über die Heimatgeschichte informiert seien. OH

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