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Zwei neue Bürgermeister in Inzell vereidigt

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In Inzell wurden acht neue Gemeinderäte vereidigt. Diese sind (von links) Robert Hochreiter, Wilfried Hess, Stefan Steinbacher, Annette Schneider, Peter Holzner, Julia Egger, Michael Kötzinger und Michael Lorenz. (Foto: Mergenthal)

Inzell. »Ich freue mich, dass ich mit euch zusammen die Zukunft Inzells gestalten darf«, sagte der neue Inzeller Bürgermeister Johann Egger zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats. Mit großer Mehrheit wurde Richard Hütter zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Dritter Bürgermeister ist Michael Lorenz.


Mit einer ökumenischen Andacht in der Pfarrkirche St. Michael, geleitet von Gemeindereferent Philipp Moser und vom evangelischen Pfarrer Thomas Seitz, hatten sich die Gemeinderäte vorher den Segen Gottes für die sechsjährige Legislaturperiode geholt. Anschließend wurden im Sitzungssaal die acht neuen Gemeinderäte vereidigt: Von der Bürgermeister-Fraktion »Bürger für Inzell« sind das Julia Egger und Peter Holzner, von der CSU die Ortsvorsitzende Annette Schneider, Michael Lorenz und Robert Hochreiter, von der SPD Wilfried Hess und Michael Kötzinger sowie von der »Jungen Liste Inzell« Stefan Steinbacher.

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Eine erste Bewährungsprobe hatte das neu zusammengestellte Gremium dann bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters zu bewältigen. Die CSU hatte in den Vorgesprächen den Posten des Vize-Bürgermeisters für ihre Fraktion gefordert, wie Bürgermeister Egger in der Sitzung berichtete. Da er wollte, dass sein erster Stellvertreter aus Vertrauensgründen aus seinen Reihen kommt, habe man sich darauf geeinigt, dass die CSU dafür den Dritten Bürgermeister stellt, erklärte Egger weiter. »Wir wollten unseren guten Willen zur Zusammenarbeit zeigen«, kommentierte CSU-Ortsvorsitzende Schneider dieses Vorgehen.

Als einziger Kandidat wurde Richard Hütter vorgeschlagen. Mit einer klaren Mehrheit von 15 der 17 abgegebenen Stimmen wurde Hütter zum Zweiten Bürgermeister gewählt und danach vereidigt. Als einziger Kandidat für das Amt des Dritten Bürgermeisters kam Michael Lorenz infrage. Auf Lorenz, der danach ebenfalls vereidigt wurde, entfielen 14 Ja-Stimmen.

Mit acht neuen Gemeinderäten und insgesamt vier Frauen, so viele wie noch nie im Inzeller Gemeinderat, prognostizierte Johann Egger eine spannende Zeit. Als größte Herausforderungen der nächsten Zeit nannte er die sicheren Gemeindefinanzen und kündigte einen strikten Sparkurs an, die Sanierung des Badeparks und die Ortskernsanierung mit Wiederaufbau des ehemaligen Hotels Post. Er ermutigte die Bevölkerung, Ideen einzubringen und appellierte an das Gremium, diese ernst zu nehmen. Fraktionsübergreifend wünschte er sich eine »vertrauensvolle Zusammenarbeit«.

Im Anschluss wurden die Fraktionssprecher festgelegt: Josef Rieder (Fraktionsgemeinschaft SPD/Bürger für Inzell) mit Claudia Doppler als Vertreterin und Annette Schneider (CSU) mit Markus Maier als Vertreter. Mit zu den Fraktionssitzungen werden als »Einzelkämpfer« auch Annelie Gromoll (OBIC-FW) und Stefan Steinbacher (Junge Liste Inzell) geladen.

Auf Vorschlag des Bürgermeisters wurden keine Referate vergeben, um nicht einzelne Themenbereiche zu sehr an bestimmte Personen zu koppeln. Der ganze Gemeinderat solle allen Bürgern für Anfragen zur Verfügung stehen, so Eggers Wunsch. Er kündigte an, bei Bedarf Arbeitsgruppen einzurichten. Markus Maier hob die Bedeutung eines Ansprechpartners für die Eishalle wegen der Verhandlungen mit Bund und Land hervor. Bei der Eishalle werde sowieso bald eine Arbeitsgruppe gebildet und aus dieser ein Vertreter bestimmt, kündigte Egger daraufhin an. Wilfried Hess begrüßte die Idee der Arbeitsgruppen, wünschte aber einen regelmäßigen Informationsfluss. vm