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Zwei Laster voll Hilfe und Glück für Bulgarien

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Diese Familie hat ein behindertes Kind, das nicht laufen kann und war, wie alle anderen bedürftigen Familien, die Hilfspakete der Malteser erhielten, sehr dankbar für die Unterstützung.

Traunstein. »Glücksbringer« – unter diesem Motto riefen die Malteser auch in diesem Winter wieder dazu auf, Lebensmittelpakete und andere Hilfsgüter für bedürftige Menschen in Bulgarien zu spenden (wir berichteten). Die Resonanz darauf war riesig. Bei den Maltesern wurden mehr als 500 Pakete und viele Spielsachen für Kinder abgegeben. Nach der Rückkehr berichteten die Helfer, wie wertvoll die Hilfe für die Bedürftigen in der ländlichen Region südlich der Hauptstadt Sofia war.


Helfer berichteten: Not sei erschreckend groß

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Martin Draheim und Ingo Gössel, die die beiden Lastwagen nach Bulgarien fuhren, waren tief betroffen von der Armut. Sie erlebten bei Übergabe der Hilfsgüter, wie sehr sich die Menschen freuten. »Alle Spenden haben wir zu wirklich sehr bedürftigen Menschen gebracht«, versicherte Draheim. Die Not sei erschreckend groß und so wurden die Spenden mit großer Dankbarkeit entgegen genommen.

Zu der hoch begehrten Fracht gehörten auch Schulmöbel, die einer Schule für hörbehinderte Kinder in Sofia gespendet wurden. Weitere Stationen waren Novi Han, Sapareva Banja und ein kleines Bergdorf namens Rila, hier verteilten die Malteser mit Hilfe örtlicher Ansprechpartner die Lebensmittelpakete, Kinderkleidung und Spielzeug. In Sapareva Banja, einer Gemeinde südlich von Sofia, mussten die Pakete zunächst in einen gemeindeeigenen Kleintransporter umgeladen werden, weil die Malteser-Lkws die schmalen Straßen nicht hätten passieren können.

In einem Kinderheim im Ortsteil von Saparevo freuten sich die Kinder nicht nur über die mitgebrachten Lebensmittel, sondern auch über Kleidung und zahlreiche Spielsachen. Außerdem hatten die Glücksbringer gestiftete Babynahrung und Hygieneartikel an Bord. Überall halfen hilfsbereite Menschen beim Ausladen und glückliche Kinder öffneten die Päckchen.

Dass ein komplettes Puppenhaus die Reise nach Bulgarien unbeschadet überstanden hatte, darüber freuten sich nicht nur die Heimkinder, sondern auch die neunjährige Katharina, die ehemalige Besitzerin. »Das ist schön, dass ich mit meinem Puppenhaus anderen Kindern eine große Freude machen konnte«, sagte sie, als sie ihr ehemaliges Puppenhaus auf einem Foto wiedererkannte, das die Malteser am Zielort gemacht hatten.

Dank an alle Spender, Schulen und Kindergärten

Peter Volk, Dienststellenleiter, und Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser, sprachen allen Beteiligten ihren Dank aus. Besonders würdigten die Verantwortlichen die vielen Spender, Schulen und Kindergärten aus dem Landkreis, die mehrere Hundert Lebensmittelpakete und Geldbeträge für die Deckung der Transportkosten im Gesamtwert von über 30 000 Euro gespendet hatten. Sie wurden damit zum Glückbringer für die bedürftigen Menschen in Bulgarien.