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Zwei Großbrände hielten Tenglinger Feuerwehr in Atem

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Beim Eintreffen der Feuerwehr Tengling stand das Wohnhaus in Wimpasing bereits lichterloh in Flammen. (Foto: FDL/BeMi)

Taching am See – Auf ein ruhiges Jahr blickte die Freiwillige Feuerwehr Tengling bei ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Wie Kommandant Florian Reiter informierte, rückten die Floriansjünger zu 16 Einsätzen aus.


Bei den 16 Alarmierungen mussten von den Aktiven mehr als 830 Einsatzstunden geleistet werden.

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Das Jahr 2016 war gerade einmal zwölf Minuten alt, als die Aktiven erstmals ausrücken mussten. Doch der unklare Feuerschein über St. Coloman war wohl mehr einem Silvesterräuscherl geschuldet. Wesentlich ernster gestaltete sich indes die Situation am 1. Juni, als Hochwasser aufgrund der anhaltenden Regenfälle drohte, in Hennhart einen Keller zu überfluten.

Stall und Wohnhaus standen lichterloh in Flammen

Gleich zu zwei Großbränden innerhalb weniger Stunden wurden die Einsatzkräfte am 20. August gerufen. Zunächst unterstützten die Tenglinger ihre Kollegen aus Taching beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Haunerting. Ein Stall, in dem 20 Kühe untergebracht waren, stand in Flammen.

Trotz aller Bemühungen konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus nicht vollständig verhindert werden. Der Sachschaden belief sich auf rund 250 000 Euro. Stunden später wurde ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in Wimpasing bei einem Brand vollständig zerstört; hier entstand Schaden von mehr als 100 000 Euro. In beiden Fällen konnte die Polizei Brandstiftung nicht nachweisen.

Aktuell zählt die Tenglinger Wehr 62 Aktive, darunter zwölf Frauen und 19 Atemschutzträger. Der Jugendgruppe gehören zurzeit acht Buben und Mädchen an. Neben den vielen Einsatzstunden und regelmäßigen Übungsabenden absolvierten die Feuerwehrler diverse Lehrgänge und Fortbildungen auf Kreisebene. Eine Gruppe junger Tenglinger Floriansjünger legte zudem die THL-Leistungsprüfung ab.

Andreas Kraller, Vorstand des Feuerwehrvereins, gab einen kurzen Abriss über die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr mit der Teilnahme an den Feuerwehr-Jubiläen in Rabenden, Teisendorf und Linden, dem Ausflug ins Feuerwehrmuseum Waldkraiburg mit anschließender Floßfahrt auf der Alz und Brauereibesichtigung sowie der Fahrzeugweihe der Nachbarwehr aus Taching.

Am »Feuerwehrtag« im Rahmen des gemeindlichen Kinderferienprogramms beteiligten sich 17 Buben und Mädchen, die unter anderem eine Rundfahrt mit einem der Einsatzfahrzeuge unternahmen, das Löschen übten sowie an der »Süßigkeiten-Schleuder« ihre Geschicklichkeit beweisen konnten. Am Volkstrauertag beteiligten sich die Tenglinger Aktiven mit einer Fahnenabordnung und auch 2016 wurde am Dorfplatz wieder der stimmungsvolle Adventsmarkt organisiert, der erneut eine große Schar von Besuchern aus nah und fern anzog.

Christina Leitner und Ramona Müller informierten über einen soliden Kassenstand. Größte Einnahmequelle im abgelaufenen Jahr war der Adventsmarkt; dem gegenüber stand die Anschaffung neuer Vereinsshirts, mit denen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Tengling nunmehr wieder bestens ausgestattet sind. Dem Feuerwehrverein gehören derzeit 122 Mitglieder an.

»Für alle Anforderungen bestens gerüstet«

Anerkennung zollte zweiter Bürgermeister Christoph Wamsler den Feuerwehrlern für ihren unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde und alle ihrer Bürger: »Aufgrund der guten Ausrüstung, der guten Ausbildung und des guten Personalstands seid ihr für alle Anforderungen bestens gerüstet.« Er würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren Tengling und Taching und wünschte den Aktiven ein Jahr ohne große Brände, ohne schwere Unfälle »und dass ihr von euren Einsätzen und Übungen stets gesund heimkehrt«.

»Ein freiwilliges Netz an Feuerwehrlern ist unverzichtbar in der Gesellschaft«, unterstrich Kreisbrandinspektor Günter Wambach. Die Einsätze seien das, was die Öffentlichkeit mitbekomme. »Aber um einen Einsatz sauber abarbeiten zu können, bedarf es großer Übung und unermüdlicher Einsatzbereitschaft«, stellte Wambach heraus. Er würdigte die gute Ausrüstung, den vorbildlichen Leistungsstand der Aktiven und die lobenswerte Jugendarbeit der Tenglinger Floriansjünger.

Er ermunterte die Verantwortlichen, in diesem Engagement nicht nachzulassen: »Die Jugend ist die Zukunft der Feuerwehr«, bekräftigte er. Wambach spornte die Männer und Frauen an, auch künftig zahlreich an den Fortbildungen der Inspektion teilzunehmen: »Die Lehrgänge sind wichtig, um sich ein gewisses Basiswissen anzueignen.«

Einführung der Digitalen Alarmierung startet

Des Weiteren informierte der Kreisbrandinspektor über das weitere Vorgehen hinsichtlich der TETRA-Alarmierung. Nachdem im Vorjahr der Ausbau des Digitalfunknetzes in Bayern abgeschlossen wurde, startet heuer die mehrstufige Einführung der Digitalen Alarmierung.

»Diese sieht vor, in den ersten zwei Quartalen die Alarmierungssoftware in der Integrierten Lehrleitstelle an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried einzuspielen und dort auch die ersten Tests und Belastungsproben vorzunehmen«, erläuterte Wambach. Sollten diese Versuche erfolgreich verlaufen, werde die Software in zwei Pilotleitstellen eingespielt und parallel zur analogen Alarmierung erprobt. Die flächendeckende Einführung kündigte der Kreisbrandinspektor für Ende 2018, Anfang 2019 an. mia