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Zustimmung für Einfamilienhaus und Rinderstall

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An dieser Stelle auf der linken Seite der Ahornstraße hat die Gemeinde ein Flurstück erworben, das in der Sitzung gewidmet wurde. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Der Gemeinderat kam in seiner jüngsten Sitzung dem Antrag einer jungen Reit im Winkler Familie entgegen und beschloss eine Änderung des Bebauungsplans, damit ein Einfamilienhaus gebaut werden kann.


Befürwortet wurde auch ein Antrag auf Vorbescheid eines Rinder-Laufstalls und mit Einschränkungen ein Antrag zur Aufstockung eines Wohnhauses. Außerdem wurde ein zur Ahornstraße hinzugekommenes Flurstück gewidmet.

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Ein einheimischer Familienvater hat die Absicht, auf einem bereits bebauten Grundstück an der Dorfstraße vor dem Hallenbad ein einstöckiges Einfamilienhaus als Erstwohnsitz zu errichten. Hierzu lag ein Antrag auf Änderung des Bebauungsplans »Ortskern - östlicher Teil« vor. Die derzeitige Wohnung der Familie in dem Anwesen auf demselben Grundstück würde dann wieder als Ferienwohnung genutzt werden.

Bürgermeister Josef Heigenhauser wies darauf hin, dass das Grundstück eine Größe von 3017 Quadratmetern habe. Es sei daher durchaus geeignet für die Bebauung mit einem weiteren Anwesen, gerade im Hinblick auf eine vom Gesetzgeber angestrebte Nachverdichtung bereits bebauter Gebiete statt der Erschließung von Außenbereichen. Im Bebauungsplan sei für das Grundstück bisher lediglich ein Baufenster für das bereits bestehende Hauptgebäude festgesetzt. Daher sei nur durch die Änderung des Bebauungsplans die Festsetzung eines weiteren Baufensters möglich.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, ein Verfahren zur 6. Änderung des Bebauungsplans »Ortskern - östlicher Teil« einzuleiten. Die im ursprünglichen Bebauungsplan festgesetzte Mindestgröße von 600 Quadratmetern pro Grundstück soll beibehalten werden. Vor Einleitung der weiteren Verfahrensschritte ist zunächst mit dem Antragsteller ein städtebaulicher Vertrag wegen der Übernahme der Planungs- und eventuell anfallender Gutachterkosten abzuschließen.

Begrüßt wurde von den Gemeinderäten auch die Absicht des Landwirts vom Liebertinger-Anwesen, einen Rinderlaufstall für 25 Milchkühe plus Nachzucht mit den Außenmaßen von 52 mal 17 Meter und einer seitlichen Wandhöhe von 4,50 Metern zu errichten. Nach Auskunft von Bürgermeister Heigenhauser fällt die Feststellung, ob ein sogenanntes privilegiertes Bauvorhaben vorliegt, auch hinsichtlich des zusätzlichen Flächenverbrauchs in Bezug auf den baulichen Bestand, in die Zuständigkeit des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der Antragsteller habe diesbezüglich eine Bestätigung einzuholen. Der Gemeinderat erteilte dem vorliegenden Antrag auf Vorbescheid einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Von der Besitzerin eines Anwesens an der Ahornstraße lag ein Antrag auf Vorbescheid hinsichtlich der Aufstockung des Wohnhauses und Anbau eines Quergiebels vor. Hier wurde ebenfalls das gemeindliche Einvernehmen erteilt, und zwar auch für die Befreiung von den Festsetzungen des hierfür zuständigen Bebauungsplans »Reit im Winkl - West« hinsichtlich der Wandhöhe, die mit geplanten 7,20 Metern um 20 Zentimeter gegenüber der zulässigen überschritten wird. Für eine weiter vorliegende, notwendige Befreiung hinsichtlich der Dachneigung und für die Abweichungen von den Festsetzungen der gemeindlichen Baugestaltungssatzung bezüglich der maximalen Dachneigung sowie der Situierung des Quergiebels wurde das erforderliche Einvernehmen nicht erteilt.

Im Geltungsbereich des Bebauungsplans »Reit im Winkl - West« ist die als öffentliche Straßen- und Verkehrsfläche festgesetzte Ahornstraße als Ortsstraße gemäß dem Bayerischen Straßen- und Wegegesetz gewidmet. Die Gemeinde hat nun für diese ein weiteres Flurstück vom bisherigen Eigentümer erworben. Der Gemeinderat beschloss, dieses gemäß den Bestimmungen des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes ebenfalls als Ortsstraße »Ahornstraße« zu widmen. sh