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Zustand der Spielplätze in Grabenstätt angeprangert

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Die hölzerne Sandkasteneinfassung am Spielplatz in Erlstätt wurde mittlerweile bereits auf Vordermann gebracht. Bei der Kunststoff-Kriechröhre bestehe kein Handlungsbedarf, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. (Foto: Müller)

Grabenstätt. In seiner jüngsten Sitzung behandelte der Gemeinderat zwei Anfragen von Anita Kohlbeck (SPD). Darin kritisierte sie den Zustand der öffentlichen Spielplätze sowie die Sitzbanksituation an der »Marwanger Seite« des Tüttensees.


Einige Gemeindebürger, darunter viele Eltern und Großeltern, hätten sie darauf angesprochen, dass der Spielsand in den Sandkästen dringend ausgetauscht werden müsse, so Kohlbeck. Besonderer Handlungsbedarf bestehe ihrer Meinung nach am Erlstätter Spielplatz an der Holzeinfriedung eines Sandkastens, der durch Witterungseinflüsse stark zerspleißt sei. »Für Kinder sehe ich hierin eine gewisse Verletzungsgefahr«, mahnte Kohlbeck an. Gleiches gelte für die eigentlich lustige »Kriechröhre«, die »leider aus Metall« sei und sich bei Sonneneinstrahlung stark erhitze. Öffentliche Spielplätze würden die Kommunen in die Pflicht nehmen, sicherzustellen, dass »die hygienischen und sicherheitstechnischen Anforderungen ausreichend erfüllt sind«, gab Kohlbeck zu bedenken.

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»Festgestellte Mängel werden je nach Gefährdung gleich beziehungsweise sobald als möglich beseitigt«, betonte Bürgermeister Georg Schützinger. Gemeinde-Geschäftsleiter Peter Lex verwies auf jährliche »Hauptkontrollen, bei denen die Spielgeräte auf Standsicherheit überprüft werden«. Die von Kohlbeck für alle Spielplätze angeregten stoßdämpfenden Bodensysteme würden einen ebenen Unterbau voraussetzen und seien mit erheblichen Kosten verbunden, so Schützinger. Je nach Belagstärke betrage der Preis bis zu etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Im Übrigen entsprächen die Splittflächen den üblichen Regeln, weswegen man keinen Austausch veranlassen werde.

Der Sand werde je nach Bedarf nachgefüllt und die Kriechröhre erwärme sich nur leicht, da sie aus Kunststoff sei. Die angeprangerte Sandkasteneinfassung am Spielplatz in Erlstätt sei bereits so gut wie erneuert und auch die große Spielkombination sei bestellt, hieß es. Wie Schützinger abschließend betonte, »sind der Bauhof und die Verwaltung immer bemüht, ein bedarfsgerechtes Angebot an Spieleinrichtungen vorzuhalten und jegliche Gefahrenquellen für die Kinder zu beseitigen«. Neue Investitionen könnten aber nicht immer spontan erfolgen, sondern bedürften gegebenenfalls der Beteiligung des Gemeinderates.

Die zweite Kohlbeck-Anfrage bezog sich auf die Bänke an der »Marwanger Seite« des Tüttensees. Besonders an den Schwimmplätzen komme es im Sommer »bei starkem Zuspruch zu einem Engpass der Kleiderablage auf den Sitzbänken«. Ein oder zwei weitere Bänke könnten hier Abhilfe schaffen. Schützinger zufolge stünden die Ruhebänke des Verkehrsvereins am Nordufer des Sees auf Privatgrund. Die Grundstückseigentümer hätten zudem schon mehrmals Beschädigungen an Bepflanzungen und den Bäumen mitgeteilt. Hier sei anzumerken, dass die Kooperation bisher immer geklappt habe und der Zugang zum See nie behindert worden sei. Dieses gute Verhältnis solle auch weiterhin gepflegt werden.

Abgesehen davon sei die Aufstellung von Bänken mit Blick auf die damit einhergehende weitere Flächenbeanspruchung und die Bodenverdichtung »als kritisch zu bewerten«, so der Rathauschef. Gerade in der letzten Saison seien immer wieder neue, eigentlich unzugängliche Bereiche eigenmächtig erschlossen, Stege beschädigt und Feuerstellen errichtet worden. mmü