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Zuschuss für Torfbahnhof-Analyse

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Der Torfbahnhof in Rottau – eine Analyse soll nun Auskunft über künftige Instandhaltungsmaßnahmen geben. (Foto: T. Eder)

Grassau. Für das Industriedenkmal »Torfbahnhof« Rottau wird vom Landesamt für Denkmalpflege eine Raum- und Statistikanalyse gefordert. Diese Analyse, die rund 43 000 Euro kosten wird, ist Voraussetzung für weitere Förderungen. Der Marktgemeinderat stimmte zu, für dieses Gutachten einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent zu gewähren. Gleichwohl wurde aber entschieden, Sanierungen nicht zu fördern.


Der Museumsverein und Eigentümer des Torfbahnhofs stellte diesen Antrag auch an die Gemeinden Übersee und Bernau. Wie Rathauschef Rudi Jantke informierte, haben bereits Gespräche mit den Nachbargemeinden stattgefunden. Man habe sich darauf geeinigt, dass alle drei Gemeinden zustimmen müssen, sonst sei die Zuschusszusage hinfällig. Übersee habe sich für den Zuschuss entschieden. Der Zuschuss der Gemeinden sei ausschlaggebend für die Förderung durch den Landkreis.

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Die Finanzierung dieses Gutachtens legte der Museumsverein vor. So erhofft sich dieser einen Zuschuss von den Gemeinden in einer Gesamthöhe von 13 000 Euro, eine Förderung des Landkreises mit 4300 Euro, des Bezirks mit rund 8700 Euro, der Bayrischen Landesstiftung mit 3100 Euro und des Denkmalspflegeamtes mit rund 10 000 Euro. An Eigenmittel würde der Verein 4200 Euro für das Gutachten aufbringen. Zu möglichen Zuschussanträgen für Sanierungsmaßnahmen, die sich aus dem Gutachten ergeben würden, meinte Jantke, dass alle drei Gemeinden eine weitere Förderung ausschließen und dies auch in ihren gleichlautenden Beschlüssen fixieren.

Hans Münch (CSU) interessierte, wie nach dieser Analyse verfahren werde und ob der Verein die Mittel für etwaige Sanierungen aufbringen könne. »Wenn der Verein dringende Maßnahmen nicht stemmen kann, ist der Zuschuss hinaus geschmissenes Geld«, meinte er. Der Vorsitzende des Museumsvereins, Ekkehard Barchewitz, erklärte, dass diese Raumanalyse eine Vorgabe des Denkmalschutzamtes und zwingend erforderlich für weitere Sanierungsmaßnahmen sei. Mit Eigenmitteln und Spenden habe der Verein den Torfbahnhof gekauft und wolle diesen natürlich erhalten und hierfür wichtige Baumaßnahmen durchführen. An der Analyse, wie auch an den weiteren Sanierungen, werde sich der Verein mit zehn Prozent beteiligen. Er könne keine Zusage geben, dass der Verein alle Baumaßnahmen alleine finanzieren könne, sei sich aber sicher, dass der Verein einen Weg finden werde, das Denkmal zu erhalten.

Für Irmela Scheidle-Horkel (UGL) ist »das Gebäude nicht so wichtig, um Geld dafür auszugeben«. Jantke hingegen appellierte an die Räte, diesem Zuschuss zuzustimmen. Denn das Gebäude habe eine geschichtliche Bedeutung für Grassau. Zudem sei dieser Betrag überschaubar »und danach werden keine Mittel mehr fließen«.

Mehrheitlich stimmte der Rat für diesen einmaligen Zuschuss unter der Voraussetzung, dass Bernau und Übersee ebenfalls den Zuschuss in gleicher Höhe tragen. Ausgeschlossen ist nach dem Beschluss eine Beteiligung an Folgemaßnahmen am Torfbahnhof. Gegen den Antrag des Museumsvereins votierten Doris Noichl (CSU), Josef Sichler (CSU), Mehdi Akbari (UGL) und Irmela Scheidle-Horkel (UGL). tb