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Zuschuss für Maschinenringe

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Foto: pixabay.com / Symbolbild

Traunstein – Der Kreisausschuss hat dem Maschinen- und Betriebshilfsring Traunstein für heuer wie im Vorjahr einen Zuschuss von 5300 Euro gewährt. Auch die Zuwendung an den Maschinen- und Betriebshilfsring Laufen bleibt mit 2700 Euro unverändert zu 2016. Das Gremium entsprach damit den Anträgen der Maschinenringe, die allerdings nachweisen müssen, dass sie die Mittel ordnungsgemäß verwenden. Dazu muss der Kreisverwaltung bei Bedarf auch Einsicht in die Geschäftsunterlagen gewährt werden.


Der MR Traunstein hatte in seinem Antrag darauf verwiesen, dass die Selbsthilfeorganisation in sozialen Notfällen ein unverzichtbarer Helfer für die knapp 1500 zusammengeschlossenen Landwirte und deren Familien sei. Ohne die Hilfe stünden Existenzen auf dem Spiel. Allein 2016 hätten die über 90 MR-Betriebshelfer bei mehr als 390 Einsätzen über 34 800 Arbeitsstunden in Haushalt, Stall und auf dem Feld geleistet. »Das entspricht knapp 22 Vollzeit-Arbeitsplätzen«, rechnete der MR in seinem Antrag vor.

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Notruftelefon rund um die Uhr erreichbar?

Für die Betreuung der Betriebshelfer sei beim MR im Jahresschnitt eine komplette Arbeitskraft notwendig. Die Helfer würden regelmäßig fortgebildet und eingekleidet. Um neue Kräfte zu finden, organisiere der MR regelmäßig Infoveranstaltungen an Berufs-, Land- und Hauswirtschaftsschule. Für die Betriebe sei das Notruftelefon rund um die Uhr erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen.

Und neben der Vermittlung der Betriebshilfe übernimmt der MR auch die Abrechnung der Einsätze, so dass einerseits die Helfer angemessen entlohnt werden, und andererseits die Betriebe die Kosten von Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft erstattet bekommen.

Der MR Laufen hatte seinem Zuschussantrag den Haushaltsplan 2017 beigelegt. Im MR sind demnach rund 1700 Landwirte organisiert, davon 871 aus dem Landkreis Traunstein. Geschäftsführer Hubert Galler verwies neben der Betriebshilfe auch auf das umfangreiche Angebot an Maschinen und Geräten. Mit der MR-Dienstleistungs GmbH habe man die Übernahme von kommunalgewerblichen Tätigkeiten als neues finanzielles Standbein für Bauern ins Leben gerufen.

Im Bereich der Betriebshilfe sicherten zwölf angestellte und 15 selbstständige Kräfte sowie etwa 30 nebenberufliche Betriebshelfer, dass die Betriebe in Notsituationen fortgeführt werden. Dabei sind laut Galler im Vorjahr 39 667 Stunden geleistet worden. Das wären umgerechnet rund 25 Vollarbeitskräfte. rse

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