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Zuschuss für eine neue Vereinsfahne

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Die 111 Jahre alte Vereinsfahne der Krieger- und Soldatenkameradschaft soll kopiert werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 10 000 Euro. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Als »ziemlich marode« bezeichnete Bernd Koller, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft, die Vereinsfahne und bat im Gemeinderat um finanzielle Unterstützung für eine neue Fahne. Einhellig gewährte das Gremium in seiner jüngsten Sitzung einen Zuschuss von 1000 Euro.


Aus der Vereinsgeschichte informierte Bernd Koller, dass sich nach dem Krieg keiner mehr für den Verein und die Fahne interessiert hatte. Die Vereinsfahne, die 1905 geweiht wurde, wurde beim Nachbarverein Grassau eingelagert. Als Hermann Neumayer 1985 die Staudach-Egerndacher Kameradschaft als Vorsitzender übernahm, wollte er auch die Vereinsfahne wieder in den Ort holen. Dies sei laut Koller schwer gewesen.

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Stoff und Stickereien sind inzwischen brüchig

Schließlich wurde die Fahne doch ausgehändigt, doch sie hatte sehr gelitten und wurde dann wieder sauber hergerichtet. Dies sei mittlerweile über 31 Jahre her. Teilweise wurden die alten Ornamente herausgeschnitten und der alte Stoff und die aufwändige Stickerei seien brüchig. Eine Restaurierung sei sehr schwierig und kostenintensiv. Man habe sich deshalb entschieden, eine Kopie der Fahne nach alten Bildern fertigen zu lassen. Diese Kopie wird aber rund 10 000 Euro kosten. Es werde derzeit nach Spenden gesucht. Koller ist aber zuversichtlich, dass Gemeinde und auch Vereine die Kameradschaft unterstützen. Sehr zurückhaltend erklärte er, dass die Kameradschaft mit jeder Unterstützung zufrieden sei, sich aber über 500 oder 1000 Euro sehr freuen würde.

Bürgermeister Hans Pertl, der die Bedeutung des Traditionsvereins hervorhob, plädierte für 1000 Euro. Diese Summe müsse der Gemeinde die Kameradschaft schon wert sein. Auch Martina Gaukler unterstützte den Vorschlag, zumal der Verein kaum Möglichkeiten habe, Gelder über Feste zu generieren. Einstimmig votierte das Gremium für einen Zuschuss von 1000 Euro.

Koller war äußerst dankbar und informierte, dass die neue Fahne, die im kommenden Jahr angefertigt werden soll, mit einer kleinen Fahnenweihe gefeiert werde. tb