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Zuschuss für Denkmalrestaurierung genehmigt

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Die Kreuzigungsgruppe in Neulend muss restauriert werden. Dafür gibt es von der Marktgemeinde Teisendorf einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro. (Foto: Dumberger)

Teisendorf – Über einen Zuschuss zu den Restaurierungskosten für die Kreuzigungsgruppe in Neulend ging es in der Sitzung des Teisendorfer Bau- und Umweltausschusses. Das Wegekreuz mit der Kreuzigungsgruppe befindet sich in einem sehr schlechten Zustand.


Die drei Figuren aus Achthaler Eisenguss auf dem gemauerten Sockel, die etwa um 1900 entstanden sind, müssen neu beschichtet und gefasst werden. Zudem ist es notwendig, aufgetretene Risse zu verschweißen. Die Maßnahme wird mit rund 11 000 Euro veranschlagt. Der Finanzierungsplan, der in Absprache mit der Baubehörde der Gemeinde und der Unteren Denkmalschutzbehörde erstellt wurde, sieht einen Eigenmittelanteil von 3230 Euro vor. Neben dem beim Markt Teisendorf beantragten Zuschuss von 2000 Euro sind laut Antragsteller Helmut Wimmer Zuschüsse über 1000 Euro vom Landkreis Berchtesgadener Land, 2500 Euro vom Bezirk Oberbayern und 2500 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege gesichert. Die verbindliche Zusage des Markts Teisendorf ist für die Auftragserteilung erforderlich. Der Bau- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro zur Restaurierung der Kreuzigungsgruppe zu genehmigen.

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Gemeindeverbindungsstraße zu Feldweg herabgestuft

Außerdem beschloss der Bau- und Umweltausschuss einstimmig, die Abstufung der Gemeindeverbindungsstraße »Oberstettener-Holzhauserstraße in der Flur Holzhausen zum öffentlichen Feld- und Waldweg zu vollziehen. Eine einvernehmliche Umstufung kam trotz mehrfacher Versuche seitens der Gemeinde nicht zustande. Die rechtsaufsichtliche Anordnung durch das Landratsamt ist einzuholen.

Bei einem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Wohnhauses in Achthal wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig hergestellt. Die vom Planer beschriebene Ausnahmesituation ist nachvollziehbar und verständlich. Es besteht seitens des Marktes Teisendorf Einverständnis mit der Errichtung eines freistehenden Wohngebäudes und einer Garage je Wohneinheit im Außenbereich. Da im neuen Wohngebäude bereits eine Garage geplant ist, würde für das Bestandsgebäude nur noch eine Einzelgarage zulässig sein. Sollte die Bauaufsichtsbehörde jedoch auch die beantragte Doppelgarage als zulässig ansehen, besteht auch hier das Einverständnis der Gemeinde.

Bei einem Antrag auf Vorbescheid zur Bebauung eines Grundstücks in Kirchsteg konnte das gemeindliche Einvernehmen nicht hergestellt werden. Das Grundstück befindet sich planungsrechtlich im Außenbereich. Da es sich um eine sogenannte Splittersiedlung handelt, ist die Erweiterung aus städtebaulichen Gründen nicht vorgesehen. Im Flächennutzungsplan ist Kirchsteg als »landwirtschaftliche Fläche« im Außenbereich dargestellt. Eine Privilegierung des Vorhabens ist nicht gegeben, auch ein sonstiges Vorhaben ist nicht genehmigungsfähig, da es öffentlichen Belangen, hier dem Flächennutzungsplan, widerspricht. Da die Bebauung planungsrechtlich nicht möglich ist, wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht hergestellt. Das Gremium sprach sich mehrheitlich gegen den von zweitem Bürgermeister Norbert Schader befürworteten Zusatz von »sollte die Bauaufsichtsbehörde eine Möglichkeit sehen, das Vorhaben gemäß §35 Abs. 2 BauGB zu genehmigen, erklärt sich der Markt Teisendorf mit der Aufhebung der Entscheidung einverstanden« aus.

Dem Einbau einer zweiten Wohneinheit in einem Anwesen in Hörafing stimmte der Ausschuss zu, da sich das Vorhaben im sogenannten Innenbereich befindet und die planungsrechtliche Zulässigkeit gegeben ist.

Auch dem Tekturplan eines Familienhotels stimmte das Gremium zu. Im Zuge der notwendigen brandschutztechnischen Sanierung der Hotelanlage wurde von der Bauaufsichtsbehörde eine Begehung und Besichtigung der gesamten Anlage durchgeführt. Hierbei wurde festgestellt, dass gegenüber des letzten großen Bauantrags einige Räume andere Nutzungen erfahren haben. Im vorliegenden Tekturplan werden die Nutzungen entsprechend angepasst und ergänzt.

Traktorenmuseum wurde einstimmig abgelehnt

Abgelehnt wurde ein Antrag zur Errichtung eines Traktorenmuseums mit Betriebsleiterwohnhaus wegen Fehlens der gesetzlichen Voraussetzungen. Das Vorhaben liegt planungsrechtlich im Außenbereich, im Flächennutzungsplan ist das Grundstück als »landwirtschaftliche Fläche« dargestellt. Gemäß Rücksprache mit der Bauaufsichtsbehörde sieht diese nicht die geringste Möglichkeit für eine Privilegierung. Das Vorhaben ist nicht außenbereichsverträglich und somit planungsrechtlich nicht zulässig. Aus diesen Gründen kann das gemeindliche Einvernehmen nicht hergestellt werden, wenn auch die Gemeinde das Projekt aus kultureller und touristischer Sicht begrüßen würde.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium zum Einbau einer Dachgaube an einem bestehenden Wohnhaus. Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes sind für einige Parzellen Dachgauben erlaubt, jedoch nicht für das angefragte Vorhaben. Da bei einem Abstand von rund 130 Metern zur nördlich gelegenen Autobahn von einer erhöhten Lärmbelästigung nicht mehr ausgegangen werden kann und sich die Dachgaube auf der östlichen Dachfläche befindet, wurde die entsprechende Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplans »Nördlich der Autobahnzufahrt« in Neukirchen vom Bau- und Umweltausschuss genehmigt. sd

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